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Masterstroke: Broken

Vorhersehbares Songwriting trifft auf starke Refrains
Wertung: 6/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 35:40
Release: 11.01.2013
Label: Dynamic Arts Records

Die finnischen Power Metaller von Masterstroke melden sich aktuell, nach einer fünf Jahre dauernden Pause mit ihrem mittlerweile vierten Album „Broken“ zurück. Mit ihren beiden guten Alben „Sleep“ und "As Days Grow Darker" hatte sich das Quintett bereits um die Jahre 2007 bis 2009 den Status eines Hoffnungsträgers in der von Death Metal dominierten skandinavischen Metal Szene erspielt. Die Frage ist nun, ob sie auch mit dem neuen Album diesem Status gerecht werden können.

In den fünf Jahren ihrer Abstinenz hat sich allerdings die musikalische Ausrichtung von Masterstroke verändert. Zwar ist die Basis noch immer melodischer Power Metal mit großen Refrains, jedoch ist der bisherige, sehr europäische Einschlag im Sound der Band verschwunden. Stattdessen orientieren sich die Finnen inzwischen am eher düsteren Power Metal, der sich vor allem in den USA besonderer Beliebtheit erfreut. Insbesondere macht sich dies an den tiefer gestimmten Gitarren und den deutlich härteren Gitarren-Riffs bemerkbar, die das neue Album „Broken“ dominieren. Nicht selten kommt dem Hörer in diesem Bezug Nevermore als Referenz für den aktuellen Sound der Band in den Sinn.

Das Album beginnt dann auch wirklich vielversprechend mit dem Song „The Eye“, welcher vor allem durch seine starken Gitarrenriffs und – soli überzeugen kann. Hinzu kommen ein grandioser Refrain und die dezent eingesetzten Keyboards, die dem Song eine ganz eigene Stimmung verleihen. Allerdings zeigt sich im weiteren Verlauf der knapp 35 Minuten Spielzeit, dass der Opener leider der einzige Song bleibt, bei dem Masterstroke auf ganzer Linie überzeugen können. Zwar bietet jeder Song auf „Broken“ einige wirklich gute Momente, aber das Quintett schafft es nie wirklich, die Spannung auch über den gesamten Song zu halten. Die einzige Ausnahme neben „The Eye“ ist das starke „Seed Of Chaos“, das mit seinen Breakdowns in der Strophe und einem starken Refrain aus dem übrigen Material heraussticht.

Für die restlichen Songs gilt aber leider meistens, dass sie zwar vor allem mit starken Refrains und tollen Gitarren-Soli aufwarten können, jedoch sind es bezeichnenderweise immer die Strophen der Songs, welche die jeweiligen Tracks abwerten. Hier gehen die Finnen leider einfach viel zu austauschbar vor. In jedem Song trifft ein düsteres, schweres Gitarrenriff, bei dem man immer wieder das Gefühl hat, es bereits besser von Genre-Größen wie Nevermore gehört zu haben, auf geifernde, aggressive Vocals. Das sorgt auf Dauer für einen deutlichen Knick im Hörgenuss, den auch die jeweils wirklich gut umgesetzten und melodischen Refrains nicht mehr ausbügeln können.

Auf technischer Seite kann man dem Quintett dann allerdings wieder nichts vorwerfen. „Broken“ ist sehr gut produziert und liefert einen klaren, druckvollen Sound. Auch die Musiker, vor allem die beiden Gitarristen Markus Kekoni und Niko Rauhala, agieren auf sehr hohem Niveau.

Abschließend bleibt „Broken“ dann jedoch leider nur ein durchschnittliches Album. Wobei vor allem der deutlich amerikanische Einschlag im Bereich des Sounds den Finnen nicht gut getan hat. Überzeugten die beiden Vorgänger-Alben noch mit variablem Songwriting, regiert auf dem neuen Release doch mehr die Eintönigkeit. Darüber können auch die beiden starken Songs „The Eye“ und „Seed Of Chaos“ nicht hinwegtäuschen. Umso ärgerlicher, da die Band ihr großes Potential insbesondere in den Refrains aufblitzen lässt. In Zukunft muss das Quintett dieses Niveau dann allerdings auch häufiger auf die gesamte Länge eines Songs hin halten.

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