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Master: The New Elite

Das wilde Tier ist nicht zu bändigen
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:25
Release: 06.07.2012
Label: Pulverised Records

Es gibt nur noch wenige Death-Metal-Bands, die sich von der ersten Sekunde an zu den genretreuen Kapellen zählen dürfen. Eine solche sind sicherlich Master. Frontmann Paul Speckmann ist schon länger in der Szene aktiv als viele Fans alt sind. In dieser langen Zeit hat er viele Dinge kommen und gehen sehen, aber eine Sache hat ihn währenddessen immer begleitet: Sein hasserfüllter Gesang und seine sowohl musikalisch als auch textlich bissigen Songs hat er sich bis heute bewahrt. „The New Elite“ markiert bereits das elfte Album von Master. Dabei ist die neue Langrille die konsequente Fortsetzung des Vorgängeralbums. Musikalisch hat sich nicht viel getan, allerdings ist der Sound deutlich besser und aggressiver. Die Gitarren schreien wie Kreissägen und das Schlagzeug hämmert wie in einer Stanzerei.

Die Songs sind auf gewohnt hohem Niveau und spiegeln abermals die kritische Einstellung des Mastermids wider. Die Texte befassen sich wie gewohnt mit Themen aus Politik und dem sozialen Bereich. Dabei scheut Paul Speckmann auch nicht davor zurück, unangenehme Themen wie die Todesstrafe anzusprechen. Allgemein äußert sich der Exil-Amerikaner hauptsächlich kritisch gegenüber seiner früheren Heimat.

Musikalisch verpackt er seine Anklagen in furiose Death-Metal-Stücke, die an die wirklich glorreiche Zeit dieser extremen Spielart erinnern und mit Sicherheit das Herz eines jeden Old-School-Death-Metal-Fans höher schlagen lassen. Auf der Langrille haben sowohl Schleudergangnummern wie die ersten beiden Songs als auch Arschtreter wie „Redirect The Evil“ Platz gefunden. Die Keule legt der Fronter während der ganzen CD nicht aus der Hand. Munter lässt er sie auf alles niederprasseln, was sein Gemüt erhitzt. Fast schon beiläufig gibt der Rundling dabei so viel Energie ab, dass einem schwummerig werden könnte. Völlig egal in welchem Tempo sich Master gerade im Moment durch den Menschensumpf wühlen, der Ärger weicht nicht aus der Musik und den Lyrics. Er ist fast greifbar.

Wenn Lieder wie „Remove The Knive“ oder auch „As Two Worlds Collide“ mit den bissigen, kraftvollen Gitarrenriffs bei bevorzugt hoher Lautstärke aus den Boxen knallen, dann sollten sich Old-School-Deather im Normalfall nicht mehr unter Kontrolle halten können. Die Musik ist so reißerisch und mit Widerhaken besetzt, dass sie einen nicht mehr los lässt. Diese Aussage trifft auf das komplette Album zu. Innerhalb der elf dargebotenen Songs gibt es keine einzige Schwächeperiode. Das Teil holzt von der ersten bis zur letzten Sekunde. Hier sollten einige andere Bands einmal reinhören. So macht man Death Metal. So und nicht anders.

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