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Massiv in Mensch: Niemand weiß, was die Zukunft bringt

Das Beste aus der Vergangenheit für eine gute Zukunft
Wertung: 7.5/10
Genre: Industrial
Spielzeit: 52:52
Release: 25.03.2011
Label: Advoxya Records

Massiv in Mensch sind zurück und veröffentlichen „Niemand Weiß, Was Die Zukunft Bringt“. Noch immer sind sie auf der Suche nach dem reinen Klang. Zwei Jahre sind nun vergangen seit ihrem Album „Meanwhile Back In The Jungle“. Nun sind sie wieder da und gewaltiger denn je. Ihr Intro weist den Weg, kein Geringerer als der Synchronsprecher von Optimus Prime, Reiner Schöne, spricht diesen und beschreibt in kurzen Worten, was den Hörer erwarten wird. Massiv in Mensch sind zurück aus dem Dschungel. Genial aufgenommen, die Spannung ist schon an dieser Stelle zum Zerreißen gespannt. Dies ist natürlich auch ein mutiger Schritt, ein Album einzuläuten. Reiner Schöne sagt es sehr schön zum Ende: „Die Transformation ist vollzogen. Meine Damen und Herren, hier sind Massiv in Mensch!“

Vierzehn Songs haben die vier Electro-Jünger mitgebracht. Reiner Schöne leiht seine Stimme auch noch dem zweiten Song des Albums. „Teig Der Vernunft“ beginnt elektronisch und bringt das Blut direkt in Wallung. Hier gilt es, den Teig der Vernunft, der alles verbindet, zu backen. Eine komische Vorstellung, das einfach so backen zu können. Anna-Maria Straatmanms Stimme wirkt anfangs brüchig, was im Refrain besser wird, allerdings ist dieser auch stark elektronisch verarbeitet. Die Spannung durch das Intro kann hier nicht gehalten werden. Bei Song Nummer drei erhalten Massiv in Mensch Unterstützung aus Österreich. Mind.In.A.Box leihen hier ihre Stimme und mischen den nun eher ruhigen Song. Aber auch diese Zusammenarbeit kann es nicht schaffen, die Spannung zu erhöhen. Der Song scheint auch nicht so recht ins Muster zu passen. Gut gemacht ist er dennoch. Aber wer will denn beim zweiten Song eines Albums schon innehalten? Besser wird es dann mit „I Love To Hate“. Ein tanzbarer EBM-Song, der einen guten Bass hat. Anna-Marias Stimme ist hier auch nur ein Hauch von einer guten Stimme. Den Weg gehen Massiv in Mensch nun weiter, auch „Mich Besiegst Du Nicht“ gehört glasklar in die Kategorie EBM.

Interessant wird es dann aber mit „Against All Odds“: Ruhige Klänge zu Beginn, dann eine erzählende Stimme, die die Hand reicht, es aufzunehmen gegen die Einsamkeit.  Hier ist zur Mitte des Albums auch innehalten erlaubt und die Gedanken gehen ihren eigenen Weg. Mit „Die Kybernauten“ schlagen Massiv in Mensch nun den Weg Richtung Techno ein, ein alter Song aus diesem Genre dient als Vorlage. Aber er passt nun (zum Glück) nicht auf die Mayday, sondern auf die Tanzfläche der vielen EBM-Clubs, dank einer ruhigeren, strukturierteren Bassline. Das Cover passt gut zu dem Artwork der CD. Hier wird klar auf die 80er-Jahre-Filme „Zurück in die Zukunft“ angespielt und genau das machen Massiv in Mensch. Sie gehen nicht nur zurück auf ihrer Reise, sie gehen durch die Genres 80er Jahre, Synthpop, Techno und EBM und backen sich ihren eigenen Stil. „Ein Teil Von Mir“ hat beinahe schlagereske Facetten. Nun ist es Zeit, den Partner in den Arm zu nehmen.

Ein Höhepunkt des Albums ist „Ob Du Auch Kalt Bleibst“; hier mischen Massiv in Mensch gleich die verschiedenen Genres in einen Song und heraus kommt ein überzeugendes Stück. Das Album endet, wie es begonnen hat. Der Kreis wird mit dem Titelsong „Niemand Weiß, Was Die Zukunft Bringt“ geschlossen. Der Song ist wieder flott und die Thematik des gesamten Albums wird noch einmal unterstrichen. Wir sehen sehr wohl, was in der Vergangenheit los war. Wir können diese nutzen und die Zukunft mitgestalten. Genau das haben Massiv in Mensch hier gemacht. Gutes aus der Vergangenheit übernommen und ihren Teil zur musikalischen Zukunft beigetragen und dennoch wissen sie nicht, was diese bringen wird. Das Album wird in jedem Fall zu vollen Tanzflächen führen.

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