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Massacra: Day Of The Massacra

Nur für Sammler zu empfehlen
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 55:00
Release: 04.11.2013
Label: Century Media

Die Franzosen Massacra gibt es eigentlich schon viele Jahre nicht mehr. Trotzdem bringen sie eine neue CD raus.

Neu stimmt nicht. Die ersten drei Demos wurden remastered und gemeinsam auf eine CD gepackt. Ulf Horbelt (der auch schon für Asphyx und Grave an den Reglern schraubte) übernahm die Arbeit der Wiederaufbereitung der Aufnahmen. Herausgekommen ist ein Sound, der trotz des Remasters recht authentisch und roh klingt. Im Prinzip klingt die ganze Scheibe ultra schrottig. Das Schlagzeug ist fast nur durch die Snare wahrnehmbar, die Gitarren klingen nach einem ganz widerlichen Billigamp und der Gesang wie durch ein 10 Francs billiges Plastikmikro eingebrüllt.

Keine guten Voraussetzungen also?

Es kommt drauf an aus welcher Perspektive man sich dem Sammelsurium zuwendet. Der moderne Metalkonsument, der mit den Anfängen der Undergroundbewegung nichts am Hut hat, wird keinen Zugang zu dieser Scheibe finden. Raritätensammler dürften sich vor allem für die beiden angebotenen Vinylausgaben interessieren (eine davon sollte längst vergriffen sein) und sollten somit auch nicht zu den Hauptkonsumenten der CD mutieren.

Richtig interessant wird der Silberling für Fans der Franzosen. Die drei Demos, die auf der Scheibe zu finden sind, dürften längst nicht mehr erhältlich gewesen sein (wenn sie überhaupt jemals zum Verkauf angeboten wurden). Somit ist es nun möglich einen Blick auf das ganz frühe Schaffen der Gruppe zu werfen.  

Zu entdecken gibt es vor allem ganz rohen und unbehandelten Death Metal in völlig unbehandelter Qualität. Ganz genau genommen klingt es, als hätte jemand mit einem Kassettenrecorder eine Bandprobe der Truppe mitgeschnitten. In dieser Richtung gibt es also nicht so viel zu holen.

Anders sieht es aus, wenn man sich die Songs technisch anhört. Den Charakter der Lieder, die die Band über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt machen sollte, kann man den Titeln schon anhören. Ein paar gute Soli sind auch zu bestaunen. Sonst ist das Werk aber tatsächlich eher ein Sammlerstück, welches kaum dauerhaft Platz in einem CD Schacht finden wird.

Ein paar wirklich interessante Momente hat die Scheibe trotzdem zu bieten. Das mehrmals vertretene Stück „Apocalyptic Warriors“ spiegelt zum Beispiel wunderbar den musikalischen Stand der gerade keimenden Death Metal Szene in Frankreich wider. Noch sehr in den Kinderschuhen steckend kann man trotzdem schon einen Unterschied zu den Anfängen in Großbritannien oder Deutschland ausmachen. Der französische Death Metal kuschelt seit jeher mehr mit dem Black Metal als anderswo. Das ist auch kein Problem, denn dadurch erhält er seine eigene Note.

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