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Marys Creek: Some Kind Of Hate

Für gutgelaunte und gesellige (Rocker-)Abende im kollektiven Beisammensein
Wertung: 6.5/10
Genre: Hardrock
Spielzeit: 50:18
Release: 23.03.2007
Label: MTM Music

Vokuhila-Alarm aus Schweden: Marys Creek holen nämlich die (nicht immer geschmackssicheren) 80er Jahre Hardrock-Sounds wieder zurück ins 21. Jahrhundert und garnieren diese mit modernen Rhythmussektionen.

Zusammengeführt wurde das Quartett einst im Frühjahr 2004 von Leadsänger Mats Nilsson. Die Reaktionen der schwedischen Gazetten auf die ersten Demo-Songs waren durchweg positiv und lobend gestimmt. Nahezu über Nacht erspielen sich die vier Jungs in ihrer Heimat einen Sonderstatus, der den Legenden von Whitesnake, Van Halen, Deep Purple und Mötley Crue nicht gänzlich unähnlich ist.

Eine besondere Ehre kam Marys Creek zu Gute, als sie die heiss begehrten Supporter-Positionen auf Konzerten von Uriah Heep und From Behind zugesprochen bekamen. Entsprechend war es also nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis sich Bobby Ho (Gitarre), Stefan Halldin (Schlagzeug), Robban Möller (Bass) und Mats Nilsson (Gesang) an die Produktion ihres ersten professionellen Albums machen konnten...

Im Dezember 2005 wurde es dann ernst und Marys Creek arbeiteten wie besessen am (nun auch in Deutschland erschienen) Erstlingswerk “Some Kind of Hate“... Heraus kamen dabei 12 Titel voll gitarrenorientierter Rockmusik der alten Schule, versetzt mit melodisch-modernen Grooves und traditionsbewussten Hooklines, die das Trommelfell mehr zärtlich liebkosen als lauthals züchtigen.

Einerseits klingen die Melodiebögen auf “Some Kind of Hate“ recht bekannt und wenig experimentierfreudig (= wie eben schon erwähnt teils heftigst Old-School), aber dennoch kann man dem Debüt einen gewissen Schwung und basisorientierten Härtegrad nicht abspenstig machen. Entsprechend hoch ist der Wiedererkennungswert von Mary Creeks Erstlingstat (was aber durchaus auch daran liegen kann, dass sich niemand Geringeres als Frederik “Fredman“ Nordstorm (In Flames, Dream Evil und The Haunted) als ausführender Produzent auf “Some Kind of Hate“ betätigt hat. Wer weiss...).

Einzelne Songs aus dem Album hervorzuheben, gestaltet sich für mich aber dennoch als recht schwieriges Unterfangen. Der Grund hierfür ist einfach derjenige, dass Marys Creek - trotz gezielten Einflüssen von aktuellen Rock- und Metalklängen - nie beginnen, mit ihrem ursprünglichen Stil zu brechen. Im Grunde sind die enthaltenen Lieder alle nach demselben (und somit automatisch eingängigen) Muster gestickt worden... Ausreisser gibt es so gesehen also auch keine und mutige Experimente schon zweimal nicht auf “Some Kind of Hate“.

Mein Fazit: Entsprechend ist dieser Silberling insbesondere für gutgelaunte und gesellige (Rocker-)Abende im kollektiven Beisammensein gedacht. Sicherlich rockt “Some Kind of Hate“ hier und da recht ordentlich, aber für reine Headbanger-Partys ist es dann doch wieder ZU melodiös ausgefallen... Aber dennoch haben die Schweden von Marys Creek mehr Achtung verdient, als sie nur rein oberflächlich 50 Minuten lang im undankbaren Hintergrund wahrzunehmen. Soviel steht allemal fest!

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