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Marya Roxx: Payback Time

Junge Estin auf den Pfaden von Doro
Wertung: 7.5/10
Genre: Rock
Spielzeit: 33:22
Release: 26.11.2010
Label: Dr2 Records

Marya Roxx heißt mit bürgerlichem Namen Maarja Kivi und kommt ursprünglich aus Estland. Die 24-jährige Künstlerin hat erste Erfahrungen als Sängerin und Bassistin der Band Vanilla Ninja sammeln können. Diese verschwanden aber nach zwei Alben und einem Hit sang- und klanglos. Was also erwartet der Hörer bei „Payback Time“? Wieder böse klingend wollender Mädchen-Pop? Oder erwachsener Rock?

Das Line-Up der Band kann sich sehen lassen, hier stehen viele Jahre Erfahrungen an den Instrumenten. Zum Beispiel am Keyboard wird Maarja von Ex-Dream Theater-Keyboarder Derek Sherinian unterstützt. Nun aber ist Zeit in das zehn Tracks schwere Album hinein zu hören.

Von den zehn enthaltenen Songs ist der erste Song, der ins Album einführt, gecovered. „Time To Run“ stammt ursprünglich von Phantom Blue. Der Song ist ehrlicherweise ideenlos gecovered und es ist vielleicht nicht der beste Weg, derart in sein eigenes Album einzusteigen. Auf der anderen Seite macht Marya Roxx auf diese Weise deutlich, was der Hörer zu erwarten hat: eine neue Band aus Estland, die nicht viel anders klingt als eben vorgenannte Band.

Und leider geht dies so weiter. Maarja schreibt ihre Songs selber, oder hat zumindest ihre Finger mit im Spiel. Die Songs erzählen von Liebe, Verzicht, Enttäuschungen und all dem, was im Leben eines 24-jährigen Mädchens schon passiert sein kann. „21?!“ heißt auch einer der wenigen Songs auf dem Album und macht bündig deutlich, dass das Leben zu genießen ist. Hier verarbeitet Maarja Empfindungen, die sie zur Zeit des Songwritings erlebt hat.

Marya Roxx schaffen es mit dem Album „Payback Time“ deutlich zu machen, dass eine Metamorphose statt gefunden hat. Die Zeit des Grufti-Mädchen-Pops ist vorbei, entstanden ist die Musik einer jungen Frau, die auf den Spuren von Doro wandelt. Vorbei ist auch das liebliche Gesäusel, heraus kommt eine Rockröhre, die das Interessante an dem Album ist. Maarjas Stimme ist dreckig, stark und laut, sie schafft es dennoch deutlich zu singen, so dass jedes Wort gut verständlich ist. Unerquicklicherweise schafft sie es (noch) nicht, hier Varietäten hinein zu bringen. Sie klingt schlichtweg in jedem Song gleich, nahezu identisch und die nicht vorhandene Abwechslung im Song „Play“ macht dies nicht leichter. Somit sind die nur 37 Minuten dennoch sehr gut gewählt. Ist man oftmals bei einer so kurzen Spielzeit wehmütig, so ist sie hier genau richtig. Das Album zeigt so genug und hinterlässt die Hoffnung beim Hörer, dass es weiter geht, oder besser weiter gehen kann.

Marya Roxx rocken von der ersten Minute des gewählten Coversongs bis zu letzten Minute von „Boneyard“. Dazwischen liegen Song wie der oben genannte Song „21?!“, der die Vitalität der jungen Estin sowohl durch ihre Stimme, als auch durch den Text unterstreicht. Auch „Rebel“ geht in diese Schiene und powert von dem ersten Riff bis zum letzten Akkord. Das mag an dieser Stelle platt klingen, repräsentiert aber exakt das vorliegende Album. Es ist gut, es ist authentisch und dennoch steigt die Hoffnung mit jedem Song, dass nun etwas anderes kommt. Dass Songs weiterentwickelt werden. Leider bleibt das Song für Song aus. Jedoch ist es ein anständiges Rockalbum und zeigt auch, dass Maarja absolut wandlungsfähig ist, vor allem wenn Songs wie der frühere Charthit „Blue Tattoo“ im Ohr erklingen. Mit Marya Roxx hat sie nun einen neuen Stil für sich gefunden und man darf gespannt sein, was als nächstes erscheint.

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