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Maruta: In Narcosis

Für Grindcore verhältnismäßig abwechslungsreich
Wertung: 6/10
Genre: Grindcore
Spielzeit: 32:03
Release: 28.11.2008
Label: Candlelight Records / Soulfood

Wer mich kennt, weiß, dass ich extremen Metal sehr gerne höre, vorzugsweise Black und Thrash, durchaus auch Death Metal. Grind allerdings ist irgendwie nicht so wirklich meine Welt – mit ein- bis zweiminütigen Prügelorgien, in denen einer wahlweise wie ein abgestochenes Schwein quiekt oder wie ein ebensolches so tief grunzt, dass Texte eigentlich gar nicht mehr vonnöten sind, konnte ich noch nie besonders viel anfangen.

Daran werden auch Maruta – die sich nach einem Projekt der japanischen Armee, bei dem im Zweiten Weltkrieg entsetzliche Experimente an Menschen durchgeführt wurden, benannten – aus Miami mit ihrem Debüt „In Narcosis“ nicht viel ändern, wobei man zugeben muss, dass dieses Trio dem Versprechen, mit überraschenden Groove-Elementen aufzuwarten, durchaus gerecht wird. Klar bekommt der Hörer hier in erste Linie die volle Dröhnung Blastbeats um die Ohren geballert, aber es lässt sich nicht leugnen, dass die Band auch immer mal wieder aufs Bremspedal tritt und nicht permanent nur am Metzeln ist (zum Beispiel bei „Demise Of The Humanist“ oder „Dirt Worshipper“).

Das schafft zumindest ein wenig Abwechslung, vielleicht ist die Gruppe somit noch etwas leichter zugänglich als so manche Genrekollegen, die ausschließlich mit dem Vorschlaghammer zur Sache gehen. Und möglicherweise bieten Maruta daher auch einen ganz guten Einstieg für Neulinge, die gerade ins Genre eingetaucht sind. In jedem Fall haben die Jungs schon den Anspruch, trotz aller Brutalität zumindest auch ansatzweise so etwas wie strukturierte Stücke zu präsentieren, zumal das technische Niveau schon recht hoch und auch die Produktion äußerst fett geworden ist: Gitarren und Bass knallen amtlich und ebenso das Schlagzeug hat einen satten Klang.

Dennoch bin ich definitiv der Falsche für diese Art von Musik; das von Blastbeats unterlegte, textlich natürlich vollkommen unverständliche Gebrüll und Geschreie geht mir relativ schnell auf den Sack. Objektiv betrachtet ist „In Narcosis“ sicherlich keine schlechte Scheibe geworden, vor allem in handwerklicher Hinsicht. Grindcore-Fans zumindest werden bestimmt ihren Spaß daran haben, mein Ding ist es halt nicht. Für eine Grind-Scheibe ist das Album jedenfalls auch für meine Ohren noch einigermaßen erträglich, daher gibt es diplomatische sechs Punkte.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann