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Marr: Express And Take Shape

Als hätten sich vier dilettantische Kammerjäger getroffen
Wertung: 1.5/10
Genre: Indie Rock/Screamo
Spielzeit: 46:45
Release: 02.02.2004
Label: Grand Hotel van Cleef

Alben, die die Welt nicht braucht. Gäbe es eine solche Liste offiziell, wäre sie wohl unendlich lang und "Express And Take Shape" würde definitiv auch darauf zu finden sein. Marr haben mit diesem Album nämlich ein so bizarr und unwirklich schlecht wirkendes Werk geschaffen, das vieles in den Schatten stellt.

Kein einziges "Lied" lässt auch nur den Ansatz einer Melodie erkennen, das Album besteht zu 99% aus schrecklichem, unrhythmischem Geschrei zu zum Teil annehmbaren Arrangements. Ein Review zu "Express And Take Shape" scheint wie ein Polizeibericht über einen Schwerverbrecher: Es kann einfach nicht positiv ausfallen. Dieses Album unterbietet fast alles, was man sich auch nur vorstellen kann.

Kaum ist ein Song vom Arrangement her einigermaßen okay, so wird er sofort und ohne Rücksicht auf Verluste von Sänger Jan Elbeshauen gnadenlos zerschmettert. Elbeshausen versteht es nämlich offenbar besser als jeder andere, ein Album allein mit seinem Gesang komplett zu zerstören. In den meisten Metal-Bands nennt man sowas "Shouter", bei Marr würde der Begriff "Destroyer" wohl besser passen.

Olli Koch, Dennis Becker und Andre Frahms bringen musikalisch durchaus vernünftige Songs zustande, jedoch gehen diese im Geschrei Elbeshausens komplett unter, was leider auch ein schlechtes Licht auf die auf diesem Album eigentlich ganz anständigen Musiker wirft, die schwer unter der Unfähigkeit ihres Sängers zu leiden haben.

Ein kleines, flackerndes Lichtchen dieser CD ist einzig und allein die Singleauskopplung "JD Mac Kaye", die auf unerklärliche Weise zumindest für kurze Zeit ein wenig Melodie und Rhythmus versprüht, jedoch im Gesamtbild dieses missratenen Albums auch nicht viel Hoffnung auf Besserung birgt.

Würde man nicht wissen, dass drei der vier Bandmitglieder der zum Glück inzwischen quasi aufgelösten Band auch imstande sind, gute Musik zu machen, könnte man meinen, hier hätten sich vier dilettantische Kammerjäger getroffen, die ein gutes Rezept zur Vetreibung von Ungeziefer suchten und dieses auch erfolgreich entwickelt und ausgefeilt haben.

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