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Manu und die drei Akkorde: Intellektül

Der Name spricht für sich...
Wertung: 6/10
Genre: Punkrock
Spielzeit: 12:00
Release: 24.01.2014
Label: FinestNoise

Das hier ist nichts für lyrische Feingeister, Taktwechselfetischisten oder Niveaukeulenschwinger. Was Manu und die drei Akkorde dem Hörer auf „Intellektül“ präsentieren, ist authentischer und schnörkelloser Punkrock.

Das Wichtigste zuerst: Die Antwort auf die Frage, die sich jeder beim Lesen des Bandnamen stellt lautet: Ja, die Jungs sind tatsächlich witzig. Und zwar auf eine etwas derbe, aber zur Musik passenden Art und Weise. Da die drei Münchner nicht unbedingt mit kunstvollen Arrangements überzeugen, müssen sie das aber auch sein. Die fünf Songs der EP leben vor allem von ihren unterhaltsamen Texten, sowie dem fröhlich-ironischen Charme der Band und sind eher zur einmaligen, kurzweiligen Unterhaltung als zum regelmäßigen Hören in der heimischen Stereoanlage geeignet. Musikalische Feinheiten wird man auf „Intellektül“, einer soliden Produktion zum Trotz, vergeblich suchen, waren aber vermutlich auch nicht das Ziel der Münchner. Aber der Reihe nach.

„Cool in der Ecke stehen“ ist ein wirklich gelungener Beginn. Der Opener haut musikalisch betrachtet richtig rein und deutet das Potenzial der Gruppe an. Der leicht ironisch angehauchte Text befasst sich mit dem wohlbekannten Partyphänomen des sich am Glas Festhaltens und in die Ecke Verziehens. Mit unter zwei Minuten zwar kurz, dafür schnörkellos nach vorne drückend und obendrein ganz lustig.

Die zweite Nummer, „Pest oder Cholera“, kommt dann fast schon gesellschaftskritisch daher. Thema sind Schwierigkeiten in der Entscheidungsfindung, wobei das abschließende Statement „Die Welt wird sich dann schon für mich entscheiden“ von der Realität wohl oft nicht weit entfernt ist.

„2011“ fällt dann im Vergleich zu den anderen Songs ein wenig ab. Textlich mal etwas ernster, verlieren die drei Münchner hier ihren unbeschwerten Charme und klingen nur noch nach einer 08/15 Punkband, die statt aufzunehmen lieber noch einmal an ihren Arrangements arbeiten, oder sich vornehmlich wohlwollend angetrunkenen Zeitgenossen präsentieren sollte.

Anschließend zeigt der Trend allerdings wieder nach oben. „Zipflbob“ klingt nicht nur dem Namen nach verdächtig nach den Ramones, beschäftigt sich textlich allerdings im Gegensatz zum Original mit einer der schönsten Möglichkeiten, mit denen sich Männlein und Weiblein die Zeit vertreiben können.

„Leslie Nielsen“ bildet dann als gelungene Hommage einen würdigen Abschluss. Mit kleinen Filmausschnitten untermalt wird hier einer der lustigsten Schauspieler der Filmgeschichte für sein Lebenswerk geehrt.

Insgesamt ist „Intellektül“ ein solides Debüt geworden, auf dem M.U.D.D.A. authentischen Punkrock mit unterhaltsamen Texten präsentieren. Allen, denen so etwas gefällt, bieten die drei Münchner zwölf unterhaltsame Minuten. Die einzelnen Songs sind dabei ziemlich kurz ausgefallen, da man aber relativ schnell das Gefühl bekommt, dass es an musikalisch interessanten Ideen mangelt, ist das wohl besser so.

Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den unterhaltsamen Texten, die den Hörer des Öfteren an die frühen Ärzte erinnern. Letztendlich bleiben Manu und die drei Akkorde, vor allem aufgrund starker Niveauschwankungen, ein ganzes Stück hinter diesem Vergleich zurück. Wer eine Schwäche für authentischen Punkrock hat und den mal derben, mal ironischen Humor mag, wird an dieser EP allerdings mit Sicherheit trotzdem seine Freude haben.

Musikalisch ist das Werk zwar, positiv ausgedrückt, minimalistisch, die fröhlich ironische Art, mit der das Münchner Trio der Welt begegnet, besitzt allerdings Charme.

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