Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Mantar: Death By Burning

Volles Tempo Richtung Wand
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 44:36
Release: 07.02.2014
Label: Svart Records

Können zwei Mann so klingen wie fünf? Diese Frage stellt man sich bei Mantar, denn genau das wollen die Zwei erreichen. Und tatsächlich, wenn man sich das Ganze anhört, würde man nicht denken, dass es nur zwei Leute sind, die hier spielen. Puristisch, schwarz und dreckig ist der Sound, der daraus entsteht. Intensive, einfache Musik ohne Schnörkel ist es, die die Beiden spielen möchten.

Und so verwundert es nicht, dass der Opener vor allem mit einer hohen Geschwindigkeit glänzt. Das dreschende Schlagzeug und die fiesen Riffs zeigen unmissverständlich, wohin die Reise gehen wird. Und zwar direkt in den Abgrund! Der heisere gutturale Gesang rundet dieses Bild noch zusätzlich ab.

Die immer wieder aufheulende, verzerrte Gitarre ist das wichtigste Merkmal in „Astral Kannibal“. Durch dieses Element gelingt es, eine interessantere Melodie zu schaffen. Der schreiende Gesang passt sich diesem Rhythmus an und kommt so etwas aus der Eintönigkeit heraus. Aber insgesamt ist der Sound doch recht einfach gestrickt und das langsamere Tempo macht es dann auch nicht besser.
Eine kalte, ziemlich monotone Stimme stellt den Sprechgesang im Lied „The Berserker’s Path“ dar. Begleitet wird das Ganze von einer recht einfachen und ebenfalls monotonen Melodie. Wenn die erwähnte Stimme nicht wäre, würde dieses Lied ziemlich untergehen, denn es ist nicht wirklich Tiefe oder etwas Ähnliches erkennbar. Aber genau das ist auch die Idee hinter dahinter und wenn man das bedenkt, bekommt das Lied doch einen gewissen Charme.

Aber sie können auch anders, wie „White Nights“ zeigt: Eine verzerrte Gitarre und eingängige Drums prägen hier das Bild. Dadurch entsteht eine kraftvolle Atmosphäre, die einen in sich aufnimmt. Als förderlich erweist sich hierbei das vergleichsweise niedrige Tempo, dadurch entstehen viele verschiedene Facetten in der Klangkulisse. Aber natürlich verliert die Band ihr Konzept nicht aus den Augen und so färbt der  drückende Sound alles schwarz ein. Insgesamt zeigen sie hier ihr wahres Talent und vereinen verschiedene Elemente gekonnt zu einem Ganzen, wodurch das Stück zum Höhepunkt der CD wird.

Mantar wollen keine angenehme Musik machen, sie wollen Intensität erzeugen. Und das gelingt ihnen sehr gut, das Album ist auf Dauer echt anstrengend und nicht zum Dauerhören geeignet. Aber das ist auch gar nicht der Sinn dahinter. Sie wollen die Schwärze der menschlichen Seele hervor kehren und dazu muss man nun einmal selbst schwarz sein. Dementsprechend ist der Sound eben nicht angenehm, sondern dunkel, dreckig und intensiv. Man wird die ganze Zeit vorwärts geprügelt, sei es nun durch die dunklen Beats oder die heiseren Growls.

Zwei Leute schaffen es die meiste Zeit (wenn man genau hinhört, merkt man, dass da etwas fehlt) wie fünf zu klingen – allein das ist schon eine hervorragende Leistung. Wenn dabei dann noch so eine kraftvolle Klangkulisse entsteht, bleibt einem nichts anderes übrig als den sprichwörtlichen Hut zu ziehen. Natürlich muss man auch ganz klar sagen, dass dieser Sound nichts für jeden ist. Aber alle, die auf einfachen, puren Black Metal stehen, werden hier auf ihre Kosten kommen.

0
comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands