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Manowar: Thunder In The Sky

Was kommt nach dem Fall?
Wertung: 6/10
Genre: True Metal
Spielzeit: 25:53
Release: 17.07.2009
Label: Magic Circle

Was wurde in den letzten Jahren nicht alles an Hohn und Spott über Manowar ausgeschüttet. Auch an dieser Stelle wurde ihr letztes Album „Gods Of War“ (oder auch „Xoms of pfr“) stark kritisiert. Und derselbe Zeilenverbrecher soll nun auch „Thunder In The Sky“, die neue EP der „Kings Of Metal“ rezensieren? Nun, dazu sei gesagt, dass ich Manowar an sich sehr gerne mag und daher wirklich objektiv an eine neue Veröffentlichung herangehe. Denn insgeheim hofft man bei solchen großen Bands ja immer auf ein paar neue Kracher, die es mit den Klassikern aufnehmen können. Ob sich auf dieser EP einige befinden, wird sich zeigen. Fest steht nur, dass „Thunder In The Sky“ der Auftakt zur „Asgard“-Saga ist, einer Kollaboration mit Fantasy Autor Wolfgang Hohlbein.

Das Wichtigste ist und bleibt natürlich die Musik. „Thunder In The Sky“ geht auf jeden Fall gut nach vorne los und lässt dankenswerterweise jeden Anflug vom „Synthie-Orchester“ vermissen. Stattdessen dröhnen stampfende Rhythmen aus den Boxen und über Eric Adams muss man nun wahrlich keine Worte mehr verlieren. Der Mann besitzt eine der prägnantesten und besten Stimmen der Metal-Geschichte und erledigt auch anno 2009 seinen Job mehr als tadellos. Schade nur, dass er mittlerweile kaum noch seine hohen Schreie einsetzt (man wird eben doch älter) und dass der Titeltrack der EP gut, aber auch ziemlich belanglos ausgefallen ist.

„Let The Gods Decide“ ist auch eher im Midtempo-Bereich anzusiedeln, aber etwas melodiebetonter ausgefallen. Das gilt vor allem für den Chorus, der definitiv einen gewissen Wiedererkennungswert hat. Manowar haben in der Vergangenheit großartige Hymnen geschrieben, aber scheinbar das Talent inzwischen ein wenig eingebüßt. Denn wenn man einen Song nur unter „ganz nett“ verbuchen kann, darf das dem Anspruch der Band nicht gerecht werden.

Als dritter Song befindet sich die Ballade „Father“ auf dem Silberling und nun wird es richtig bitter. Versteht mich nicht falsch, Manowar-Balladen dürfen beziehungsweise müssen vor Pathos triefen, aber hier hat der Kitsch ganz klar die Überhand genommen. Noch dazu ist der Song ziemlich simpel gestrickt, was aber vielleicht auch daran liegt, dass Eric Adams den Track 16 (!) Mal einsingen musste. Denn auf der zweiten CD befinden sich mehrere verschiedensprachige „Father“-Versionen, darunter unter anderem eine deutsche, die vom Sprachklang wie „Herz aus Stahl“ klingt. Die Aktion an sich ist aber ein netter Tribut an die Fans weltweit.

„Die With Honour“ ist natürlich schon länger bekannt und geht soweit in Ordnung. Warum man aber unbedingt eine neue Version von „The Crown And The Ring“ braucht, will sich mir nicht erschließen. Zumal die Änderungen nur marginal sind, sich auf den dezenten Einsatz von E-Gitarre und Schlagzeug zum Ende hin beschränken und Eric Adams den Song damals auf „Kings Of Metal“ deutlich besser gesungen hat. Entschädigt wird man aber durch „God Or Man“, das erstmals richtig zu gefallen weiß. Zwar immer noch deutlich unter dem erwarteten und erhofften Manowar-Standard, aber dennoch bleibt das Stück hängen und rockt ordentlich.

Fazit: Besser als das letzte Album - aber das war auch nicht schwer. „Thunder In The Sky“ kann aber leider nicht als Schritt in die richtige Richtung gewürdigt werden, denn wirklich gut sind die Songs auch diesmal nicht. Hier bleibt einfach nichts hängen und wenn der Name Manowar nicht draufstehen würde, müsste „Thunder In The Sky“ nur von der Musik leben. Aber die ist heutzutage bei dieser Band leider nicht besser als bei vielen anderen und bloßes Mittelmaß. Bleibt nur zu hoffen, dass das nächste Album besser ausfällt als diese EP.

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