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Manos: Genocide

Ein wenig farblos
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal, Grindcore
Spielzeit: 35:12
Release: 25.05.2007
Label: Morbid Records

Vor dem Schreiben des Reviews habe ich versucht zu zählen, wie oft ich Manos schon live gesehen habe. An etwa zehn Gigs kann ich mich erinnern. Den Rest haben wohl die unendlichen Weiten meines Gehirns für immer und ewig begraben oder gut sortiert versteckt. Umso erstaunlicher ist es jedoch, dass ich von den Underground-Kultprügelknaben nicht einen Tonträger im Schrank zu stehen habe. Und das wird sich auch nicht ändern, denke ich.

In der DDR als Löwenherz gegründet, durchpflügen die Ost-Urgesteine schon seit mehr als 20 Jahren den heimischen Untergrund. Dabei setzen sie auf eine Mischung aus Death/Thrash zum einen und Spaß-Grind zum anderen. Wie schon eingangs angedeutet ist das live wirklich sehenswert, zumal da auch noch visuell der ein oder andere „Reiz“ dazukommt.

Auf Platte wird die ganze Schose jedoch ziemlich schnell langweilig. Technisch passiert nicht wirklich viel auf den Instrumenten und auch so manche Hook hätte gerade dem neuen Album „Genocide“ gut zu Gesicht gestanden. So gibt es das übliche Gebolze, was mich hin und wieder an Thrash der alten Schule erinnert (man lege nur mal „Beneath The Remains“ von Sepultura auf – gerade die Mucke im Zusammenhang mit dem abgehackten Gesang ist einem als Fan doch sehr vertraut).

Trotzdem heißt das nicht, dass Manos nur schlechtere Ware abliefern. Beim besten Willen nicht. Eine Abrissbirne wie „Parasites“ mit ihrem amtlichen Six Feet Under-Groove geht schon mächtig in die Rübe und sorgt für angenehme Nackenschmerzen. Oder auch „Path Of Sorrow“, der für mich bisher beste Manos-Song, den ich je gehört habe. Thrash ´till Death…mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Das Teil hat Ohrwurmqualitäten, ganz klar. Doch das war es dann auch schon mit der Schatztruhe. Der Rest pfeift genau so schnell links raus wie er rechts reingeblasen kam. 

Als Bonus spendieren Manos noch allerlei Köstliches aus der antiken Küche. Zum einen mit „Frust“ einen Demosong vom gleichnamigen Tape. Dazu noch die knapp 20 Jahre alten Songs „Terror Irradiates Terror“ (1988) und „Metal Invade (1988)“. Hinten raus zum krönenden Abschluss haben sich noch Video Tracks mit auf die CD geschlichen, welche ich mir jedoch aufgrund diverser Probleme mit meinem PC nicht anschauen konnte.

Fazit: Unterm Strich bleibt die Empfehlung, euch Manos bei der nächsten Gelegenheit live anzuschauen. Glaubt mir, das wird ein kurzweiliges Vergnügen. Und wenn Ihr danach Bock habt, die Jungs zu unterstützen, haut das Geld für das neue Album „Genocide“ raus. Anders herum habe ich meine Zweifel, dass Manos mit dem neuen Album in der derzeitigen Flut der Veröffentlichungen irgendwie punkten können. Dafür hätten es ein paar Highlights mehr sein müssen. Und wenn man die Bonustracks und Intro/Outro abrechnet, bleibt nicht wirklich viel Spielzeit übrig, die mit neuen Songs beladen ist.

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