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Manilla Road: Mysterium

Die Epic-Metaller sind wieder da
Wertung: 8/10
Genre: Epic Metal
Spielzeit: 49:49
Release: 01.02.2013
Label: Goldencore Records/ZYX

Mit „Mysterium“ veröffentlichen die Epic Metaller Manilla Road ihr sechzehntes (!) Studioalbum. In der Musikbranche von heute defintiv bemerkenswert, wo immer mehr Eintagsfliegen an die Wand knallen und eben nicht wieder zu hören sind. Anders die Metaller um Frontman Mark „The Shark“ Shelton, die seit 1977 aktiv sind, die Metalszene zu bereichern.

Das Cover des aktuellen Albums könnte nicht passender für die vier Metaller gewählt sein: Ein Krieger, der Skeletor alle Ehre gemacht hätte, trabt auf einem wahrlich prächtigen Pferd mit leuchtend roten Augen daher. Den Hammer hoch erhoben führt er die Krieger an. Dahinter verstecken sich zehn Songs, die in die Ohren gehen.

Es beginnt ruhig mit „The Grey God Passes“ und schon hier wird deutlich, dass die, die dem Epic Metal einen Namen gaben wissen, wie man es macht und auch dass sie ihrem Stil treu bleiben. Große Überraschungen sind also nicht zu erwarten? Ein Nachfolger einfach oder doch ein Album, was die Entwicklung der Band noch weiter voran treibt?

„Stand Your Ground“ ist dann schon griffiger, mittig platzen schreiende Gitarren hervor an die Oberfläche und rufen zum Kampf auf. Was schon bei „Stand Your Ground“ auffiel, wird hier noch viel offensichtlicher: Neben den Gitarren kommt das Schlagzeugspiel von Andreas „Neudi“Neuderth richtig groß rauf. „Stand Your Ground“ ist der aggressivste und schnellste Song der neuen Scheibe und lässt einen so schnell nicht mehr los.

Die Band macht deutlich, wo sie steht: ganz oben und mit „Mysterium“ machen sie klar, dass sie nicht gewillt sind, diesen Platz abzugeben. Wozu auch? Epic Metal ohne Manilla Road wäre doch auch undenkbar. Und genauso geht es dann weiter mit „The Battle Of Bonchester Road“. Deutlich ruhiger zwar als noch „Stand Your Ground“, dennoch mit Stimmgewalt und einer prächtigen Geschichte, sodass dieser Song zu einem der im Kopf bleibenden Songs des Albums gehört.

Dem folgenden Song „Hermitag“ fehlt das gewisse Etwas. Stimmlich in Ordnung, Gitarren und Schlagzeug zeigen, was sie können und dennoch wird diesem Song wohl nicht die Ehre zuteil, länger in Erinnerung zu bleiben. Langweilig ist das falsche und zu harte Wort, aber das Album wäre ohne diesen Song nicht schlechter oder es würde ihm etwas fehlen. Besser ist da wieder „Do What Thou Will“, obwohl wir es hier auch wieder mit einer sehr ruhigen Nummer zu tun bekommen. Aber die Melodie ist griffig, sie geht ins Blut und lässt den Körper rhythmisch wippen, so soll es sein. In der Mitte ein herrliches Gitarrensolo, welches dem Song zusammen mit dem Refrain Luft zum Atmen gibt. So muss ein ruhiger Song klingen. Nicht schlechter geht es dann direkt über in „Only The Brave“ und hier darf wieder ausgeholt und der Kopf geschwungen werden. Grölend wird der Hörer begrüßt und munter mitgenommen, den Mutigen kennen zu lernen. Klasse gemacht, Manilla Road.

„The Fountain“ sticht aus dem gesamten Album hervor und man möchte ihn in einem stickigen Pub mit einem Pint Guinness in der Hand hören und vor sich hin träumen. Die Vocals von „The Shark“ mit einem herrlichen Akustikspiel untermalt, wird dieser Song wohl einige Ehrenrunden auf dem Player drehen müssen. Es ist vermutlich auch der Song, der sich am meisten von allen anderen Manilla Road-Songs unterscheidet und dennoch so authentisch wie nur irgendwie möglich ist. Diese klasse Nummer dreht aber schon ein wenig an der Uhr, es verbleiben nur noch zwei Songs. „The Calling“ beginnt mysteriös, dunkel, geheimnisvoll. Das Rauschen eines Flusses, das Gewitter im Hintergrund, welches sich langsam zusammenbraut, deutet auf das Unweigerliche hin: das Ende des Albums. Dieses Instrumental ist quasi der Vorhang zum Titelstück: „Mysterium“. Dieser Song knackt die elf Minuten und beginnt ruhig und zurückhaltend, aber so kann ein Album der Epic Metaller nicht enden und so nimmt der Track zur Mitte hin an Geschwindigkeit und Dramatik zu.

Es bleibt wenig zu sagen, außer dass Manilla Road keine großen Überraschungen abliefern, sich aber als Band mit neuem Schlagzeuger weiter entwickelt haben und sich dennoch treu blieben. Hier erwartet man keine Überraschungen, hier erhält man ein klasse Album, was in kaum einem Plattenschrank fehlen darf.

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