Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Manes: How The World Came To An End

Totalausfall
Wertung: 1/10
Genre: Electronic , Progressive Trip-Hop
Spielzeit: 44:41
Release: 25.05.2007
Label: Candlelight Records

Also, es gibt schon Tage, an denen ich mich frage, was das alles soll...Gut, andere Bands haben den gleichen „Lebenslauf“ hinter sich (vom Black Metal zu ganz anderen Ufern), aber Manes scheinen mit ihrem aktuellen Album all ihre Wurzeln komplett auszublenden, fast so, als wäre ihnen ihre musikalische Herkunft gar peinlich (ein Schelm, wer Böses dabei denkt).

Eine solche Entwicklung kann und will ich absolut nicht verstehen. Dekadenz zum Beispiel machen mittlerweile Dark Cyber Metal und haben ebenso wie die Herren Manes auch mit Black Metal ihre musikalische Laufbahn begonnen. Trotzdem hört man bei den Dortmundern ihre Roots noch eindeutig heraus (Review hierzu an anderer Stelle in unserem Magazin).

Und was da in der Presseinfo steht, nämlich dass die Herren u.a. schon mit Katatonia, Theater Of Tragedy oder auch Kreator auf der Bühne standen, kann ich mir nur mit dem Sound ihrer ersten Stunde vorstellen. Mit der aktuellen Mucke ist das für mich absolut undenkbar. Meine Toleranz für Musik stößt demnach genau dort an ihre Grenzen, wenn in den Songs zu großen Teilen rein gar nichts mehr an irgendwelche Songstrukturen erinnert, wenn Rap-Passagen eingebaut werden, wenn das Ganze teilweise nur zu Ertragen scheint, wenn man sich zuvor kleine bunte Pillen oder ähnliche bewusstseinserweiternde Mittelchen zugeführt hat.

So, spätestens an dieser Stelle vermisst Ihr von mir einen kleinen Einblick in die Songs, wie in meinen Reviews üblich. Es ist allerdings so, dass man zum einen hier teilweise mangels erkennbarer Struktur fast schon gar nicht von „Songs“ im eigentlichen Sinne sprechen kann. Elektronische Samples, die sich zu Tode dudeln, nervende Hintergrundgeräusche, eingeworfene Sprachfetzen, dazu Trip-Hop-Klänge und verschroben-verwirrende Klangkonstrukte, die der eine oder andere vielleicht gut heissen mag, mir aber nur derbe die Stimmung verhageln.

Ganz sporadisch und stellenweise bietet sich (z.B. am Ende von "I Watch You Fall") so etwas, was man wohlwollend Chill-Out-Flair nennen könnte. Ich kann mir aber so richtig vorstellen, wie es wäre, wenn man da auf dem Sofa liegt und chillt, und dann bricht mit „A Cancer In Our Midst“ die nächste trip-hop-industrial Katastrophe über den armen chillen wollenden Tropf herein …

Und glaubt mir bitte: Ich habe dem Album wirklich eine ganze Menge Zeit gegeben, sich zu entfalten, aber es passiert einfach nichts. Und das im doppelten Sinne: Es will sich mir der Zugang zu der Mucke nun so gar nicht erschließen und auch in diesen Stücken passiert mir wirklich viel zu wenig – gut, mit der Ausnahme, dass mir das Album ziemlich auf die Nerven geht.

Dies hier geht an alle, die Musik lieben, in der was passiert: Lasst Eure Finger von dieser CD! Das hier ist schon ganz speziell und kann bei dem ein oder anderen von Euch zu übler Laune führen (wie ich selbst leidvoll erlebt habe).

Fazit: Das ist echt zu abgefahren! Ich denke, dass ich halbwegs open-minded durch die Gegend laufe, aber das hier hat auch im Entferntesten nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun mit dem, wofür unser Magazin steht, nämlich mit Metal, Rock oder Gothic!

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna