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Man Made Predator: Of Decay And Collapse

Vielversprechender brutaler Anfang
Wertung: 7,5/10
Genre: Melodic Death Metal/ Core
Spielzeit: 20:13
Release: 20.11.2015
Label: Melodic Death Metal

Keine Ahnung, ob Man Made Predator noch aktiv sind, denn beim Blick auf ihre Facebook-Seite  ist nach dem Ausstieg von Bassist Bojan im März 2016 zumindest nichts mehr passiert. Gleichzeitig ist es aber auch interessant zu wissen, dass MMP-Drummer Phillip und Sänger Thomas auch bei Orphalis involviert sind, die schon ein bisschen mehr Background aufweisen können und aktuell deutlich mehr Zuspruch erfahren – die Zeiten stehen für Man Made Predator also anscheinend auf Sommerpause oder eben Veränderung.

Und genau das kann man dann nach dem Hören der Debüt-EP „Of Decay And Collapse“ bedauern, hat das Quintett doch ein gut produziertes, wildes Melodic-Death-Metal-Scheibchen in Eigenregie in Umlauf gebracht und es wäre einfach zu schade, wenn der gelungene Start sang- und klanglos in den Ruhrpott-Waschbergen versickern würde. Ihren rotzigen Todesstahl mit gehöriger Schwedenkante und reichlich Core-Einflüssen ballern sie ohne Unterlass, lediglich die Bassdrum könnte ein wenig mehr Wumms vertragen.

Und so sind dann eben ein paar wesentliche Punkte im Man Made Predator-Kosmos auszumachen: Das Ganze ist schon recht technisch angelegt, verliert sich aber auch schon mal im Hochgeschwindigkeitsgeprügel, des weiteren lebt der Dortmunder Sound ganz sicher auch durch die hervorragende Gesangsarbeit des Frontmannes Thomas, der am Beispiel „Progress“ in einem Moment aus tiefster Kehle ein paar derbe Growls heraushaut, nur um im nächsten Moment so wütend zu peitschen, als würden ihm gerade die Fingernägel gezogen – eine Lehrstunde für müheloses Umschalten. Das merkt man dann auch gleich mal im Opener „Dusk“, starten MMP direk mit Mark erschütterndem, wütendem Gebell, die Gitarrenfraktion schreddert auch gleich mit melodischem Hang im Hochgeschwindigkeitsrausch und fast unablässig wummert die Doublebass, nur wenige groovige Momente schaffen kleine Headbanginseln.

Und so hat man leider am Ende schon ein paar Schwierigkeiten, die Songs ausreichend zu differenzieren. Klar, „A Vision“ dürfte die Nase ein Stück weit vorne haben, sind es doch immer wieder die Klampfen, die eine fast sirrende Melodie beisteuern und auf ganz makabre Weise recht bedrohlich wirken. „Walking Corpse“ macht es dann ein bisschen deutlicher: Thomas erinnert mit seinen Schreien auch gerne an alte Narziss-Zeiten vor gut zehn Jahren – beileibe keine schlechte Referenz.

Unter Strich wünschte man sich schlichtweg einfach ein paar mehr groovige Auswuchtungen wie beim Rausschmeißer „The Spectre“ oder bei dem schon erwähnten „Progress“, um der technischen Hektik ein passendes Gegenstück zu kredenzen. Schade wäre es allerdings, würden die Dortmunder ihren Faden nicht mehr weiterspinnen, denn „Of Decay And Collapse“ ist ein vielversprechend brutaler Anfang, der gerne weiter ausgebaut werden will.

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