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Mammoth Mammoth: Mammoth Bloody Mammoth (EP)

Nichts für Feinschmecker
Wertung: 6.5/10
Genre: Stoner Rock
Spielzeit: 16:45
Release: 19.02.2016
Label: Napalm Records

Von Mammoth Mammoth kannte ich bisher nur den genial-lustigen Bandnamen, dabei hat die Band immerhin schon drei Longplayer auf die Menschheit losgelassen – den letzten im vergangenen Jahr. Mit „Mammoth Bloody Mammoth“ kommt nun gleich Nachschlag in Form einer EP, die zwei neue Tracks enthält: „Taste Your Blood“ und „Drugs“, während es sich bei „Kick Out The Jams“ um eine MC5-Coverversion handelt und „Dead Sea“ neu gemastert wurde; letztgenanntes war bislang nur als Bonustrack der Japan-Version des dritten Albums „Volume III: Hell’s Likely“ erhältlich.

Dass die Band als Haupteinflüsse Black Sabbath, Motörhead und Turbonegro nennt, verwundert beim Anhören der Mucke wenig (und bei einem Blick auf den natürlich auf Sabbaths Klassikeralbum anspielenden Titel ebenso wenig) – offenkundig hat man auch anno 2016 wenig an der Ausrichtung geändert: Stumpf stampfen die Tracks nach vorne, fuzziger, derber, überpräsenter Gitarrensound trifft auf rotzige Vocals, die allerdings ziemlich arg in den Hintergrund gemischt wurden, und das Ganze ist trotz kaum wahrnehmbaren Basses schon so heavy, als würde einem eines jener zotteligen Urzeitviecher mit den Stoßzähnen voran den Arsch versohlen.

Breitbeiniger, fetter Stoner Rock mit Punk-Attitüde steht hier auf dem Programm: Bier, Schweißgeruch, Marihuana- und Zigarettenqualm in einer versifften Kneipe, dazu stämmige, zwielichtige Typen, die Billard spielen, und vielleicht noch eine abgefuckte, billige Tänzerin kommen einem automatisch in den Sinn. Zweifellos ist das, was die Australier bieten, sehr authentisch, und zweifellos lässt sich dazu bestens saufen, Party machen und auf einer einsamen Landstraße ordentlich Gummi geben – allerdings röhrt die Truppe teilweise doch arg primitiv durch die Botanik. So wird bei „Taste Your Blood“ das ohnehin schon megasimple Riff in einer Tour gnadenlos wiederholt, beim schnelleren „Drugs“ verhält es sich ähnlich, immerhin durch kleine Gitarrensoli wird die Angelegenheit etwas aufgelockert.

Der ebenfalls furztrocken und heavy rockende MC5-Track „Kick Out The Jams“ fügt sich da schon passend ein, das Mainriff ist ebenso simpel wie effektiv und hinterlässt ordentlich verbrannte Erde. Hingegen bildet der Abschluss „Dead Sea“ ein bisschen Stoff zum Durchschnaufen; Rhythmusgitarre und Schlagzeug halten sich zurück, und letztlich wird der Track zu einer psychedelisch angehauchten Delay-Session. Schon ganz nett und stimmig, diese Mini-Platte, aber natürlich nichts für Feinschmecker. Wer es deftig mag und auf testosterongeschwängerten, etwas rumpeligen, aber doch fett in Szene gesetzten, einfachen Mitgröl-Rock steht, ist hier jedoch goldrichtig.

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