Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Malpractice: Triangular

Ein starkes Progressive Metal Album ohne wirkliche Schwachstellen!
Wertung: 9.5/10
Genre: Thrashiger Progressive Metal
Spielzeit: 50:6
Release: 02.05.2008
Label: Spinefarm Records

Es ist ja nichts Neues, dass aus Finnland bisher einige sehr vielversprechende und bahnbrechenden Bands von sich reden machten. Gerade Nightwish, Sentenced, H.I.M., Apocalyptica, Children of Bodom oder Sonata Arctica sind hierfür einige Kandidaten, die sich mittlerweile eine sehr große Fanschar erspielen konnten.

Im Bereich des Progressive Metals schaute es aber im Land der 1000 Seen immer sehr finster aus.

Warum allerdings Malpractice bisher noch keine großartige Bekanntheit erreichten, ist fraglich, denn das Quintett gibt es immerhin schon seit 1994 und seither hat man auch bereits mit "Of Shape And Balance" und "Deviation From The Flow" zwei mehr als beachtliche Alben veröffentlicht. Dass bisher noch kein großer Karrieresprung ins Haus stand, könnte aber auch daran liegen, dass zwischen Veröffentlichung des Debutalbums (1998) und dessen Nachfolger (2004) insgesamt 6 Jahre ins Land gingen und bis zum aktuellen Album „Triangular“ sind mittlerweile auch schon wieder 4 Jahre vergangen sind.

Dabei sollte es mit dem Material auf „Triangular“ absolut kein Problem sein, viele Fans zu gewinnen, denn Malpractice praktizieren hier absolut erstklassigen, thrashigen Progressive Metal, der zwar bereits nach wenigen Durchgängen ins Ohr geht, aber auch nach mehreren Lauschattacken immer noch neue Nuancen entdecken lässt. Erfreulich ist hier vor allem, dass man keine bloße Kopie von bereits bekannten Acts darstellt, sondern sich aus verschiedenen Einflüssen und Elementen ein eigenes Süppchen zu kochen weiß!

Vor allem gelingt es den Finnen, dabei sehr gut solche technischen Finessen der Marke Megadeth (vor allem „Youthanasia“ lässt vom Riffing her öfters grüßen), Fates Warning (vor allem der Gesang von Frontmann Aleksi Parviainen; hört euch nur mal den Song „Platform“ an) oder sogar Dream Theater in ihre Songs mit einfließen zu lassen, wohin gegen „Deception“ sogar ein wenig an das letzte, noch aktuelle Trivium Album „The Crusade“ erinnert!

Auch von Vorteil ist die Tatsache, dass man sich nicht beinhart auf Old- oder New School Elemente festlegt, sondern beides schön miteinander vermischt, ohne dabei den Eindruck zu erwirken, dass die einzelnen Songs wild zusammen geschustert wurden.

Man nehme als Beispiel „Deadline“: Der Beginn, der sich an altem Power und Thrash Metal orientiert, enthält alleine so viele verschiedene Elemente, während die Strophe eher im Prog Metal anzusiedeln ist. Irgendwie erinnert mich der Song stellenweise sogar ein wenig an ältere Evergrey, vor allem an deren ersten beiden Alben.

Im bereits oben erwähnten Song „Platform“ könnte man die Norweger Circus Maximus als Vergleich heranziehen. Vor allem Drummer Toni Paananen beweist hier, dass er ein wirklich talentierter Drummer ist. Als absoluter Anspieltipp möchte ich übrigens unbedingt noch das Stück „Waves“ empfehlen. Zwar handelt es sich hierbei um eine Ballade, aber der Song ist wirklich durch und durch perfekt und überaus gelungen. Hammer!!

Fazit: Auch wenn einige Riffs auf eine gewisse Art und Weise leicht unspektakulär klingen, bleibt „Triangular“ dennoch ein wirklich herausragendes Album, das auch nach mehreren Durchläufen keine wirklichen Schwachstellen vorweisen kann. Perfekt würde ich es nicht gerade bezeichnen, aber wir dürften hier doch ein Album haben, das man auch nach längerer Zeit immer wieder mal auflegen und das dann immer noch Freude bereiten kann.

Fans von oben genannten Bands sollten hier auf alle Fälle einmal ein Ohr riskieren!

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna