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Malfeitor: Incubus

Grimmig, frostig, gut
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 55:52
Release: 31.08.2009
Label: Agonia Records

Denkt man an das Herkunftsland der vier Musiker von Malfeitor, so wird man wohl kaum vermuten, dass die Herren nicht aus skandinavischen Gefilden stammen, erstrecht nicht, wenn man sich das Material des vorliegenden Zweitlingswerks „Incubus“ reinpfeift. Obwohl draußen derzeit moderate Temperaturen herrschen, schleicht einem die von dieser Scheibe ausgehende Eiseskälte in alle Glieder und man glaubt es kaum, dass die Jungs in dem sonnigen Italien zuhause sind. 

Wie eingangs schon angeschnitten, stellt „Incubus“ die zweite Langrille der italienischen Black Metaller dar, nachdem die Band im Januar des Jahres 2006 das Licht der Welt erblickte und im Jahr 2007 mit „Unio Mystica Maxima“ die erste Langrille an den Start gebracht hat. Ganz offensichtlich haben sich die Italiener Marduk oder auch Dark Funeral als ihre Vorbilder auserkoren, denn Parallelen zu diesen beiden Bands sind unüberhörbar.  

Getreu dem Motto „Mit Volldampf voraus“ gibt es sowohl im Opener-Song „Down With Me“ als auch im folgenden „Into The Qliphot Of Golachab“ eisig-kaltes Riffing, das durch das wütende Gekeife des Frontmann bestens in Szene gesetzt wird, auf die Ohren.

Einen ersten Höhepunkt erlebt der Hörer danach bei dem Song mit dem mysteriös-majestätischen Titel „Mysterious, Mystical, Majestic“, der seinem Namen alle Ehre macht: Mysteriös und mystisch ist die Stimmung, die hier erzeugt wird, während die Melodieführung richtiggehend majestätisch ausgefallen ist und dieses Stück zu einer wahren Black Metal-Perle macht. Zum ersten Mal auf dieser Langrille variieren die Jungs in diesem im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern überaus melodischen Stück auch das Tempo und lassen aufhorchen. 

Nicht, dass man dem Irrglauben erliegt, die Italiener würden es nun weiterhin für ihre Verhältnisse gemachlich angehen lassen: Im folgenden „Promethean Fire“ sowie in „Typhonian Gods“ wird zum einen das Tempo wieder erstklassig hinreichend forciert und auch die gefühlte Temperatur sinkt wieder um etliche Grad in den Keller, ganz wie es sich für grimmigen Black Metal gehört, klasse. 

Außer dass das Tempo in „Dark Saturnian Chaos“ noch weiter in Richtung Bodenblech wandert, fällt hier leider auf, dass der Songtitel im Refrain eindeutig zu oft verwurstet wird. Ein kleiner Durchhänger also, der aber durch „The Other Half“ und dort insbesondere durch die perfekt eingestreuten kleinen melodischen Einsprengsel und die Variabilität in Sachen Tempo wieder einmal durch Abwechslung zu glänzen weiß. Außerdem kenne ich kaum einen Song im Bereich des Black Metal, der so gelungen cleane Vocals einzusetzen weiß. 

Einen getragenen Rhythmus offenbart „Void Of Voids“ und gibt dem Hörer eine kleine Verschnaufpause, da einem beim zuvor Gehörten nur zu leicht die Luft wegblieb. Doch man ertappt sich doch glatt dabei, dass man die heimtückische Raserei der letztgehörten Stücke vermisst und man beginnt, sich zu langweilen. Ein kleiner Durchhänger gegen Albumende also, denn hier stehen den Jungs die langsamen Strukturen nicht so gut. 

Endlich gibt es wieder auf die Zwölf, denkt man sich, als die Jungs eingangs „Incubus“ wieder tüchtig an der Temposchraube drehen, einen letzten erstklassig grimmig-frostigen Song präsentieren und diesen danach durch das atmosphärische Outro „Antisaturno (Thùnapsù)“ ausklingen lassen.

Fazit: Frostige blackmetallische Kost im warmen Sommer, der zudem noch aus dem Sonnenland Italien kommt, sollte dringend jedem empfohlen werden, der in diesen Tagen eine gehörige Abkühlung sucht.

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