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Malevolent Creation: Invidious Dominion

Schnell. Hart. Death Metal.
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 35:54
Release: 27.08.2010
Label: Massacre Records

Ein Urgestein des Death Metals meldet sich wieder zurück. Drei Jahre nach ihrem letzten  Album gibt es von Malevolent Creation wieder ordentlichen Death Metal aus Florida auf die Ohren. Ihr neuestes Album „Invidious Dominion“ ist die elfte Scheibe dieser amerikanischen Combo und kommt mit einer Mischung aus Death Metal und Thrash Metal-Attitüden daher, wie es im Florida Death Metal üblich ist. 

Bei diesem Album merkt man gleich, dass Malevolent Creation sehr mit den Ursprüngen des Death Metals verwurzelt sind, denn diese Jungs wissen, wie man ordentlich Druck macht. Auf dieser CD wird mit dunklen, harten Riffs ebenso wenig gegeizt wie mit derben, gebrüllten Growlings, welche einem andauernden Wutausbruch gleich kommen und eine deutliche Aufforderung zu einem gepflegten Moshpit beinhalten. Hinzu kommt ein mörderisches Drumming, welches aus harten, treibenden Prügeleien besteht, die bei „Invidious Dominion“ bis zum Schluss nicht locker lassen. 

Die Stärke von Malevolent Creation ist, dass einfach alle Teile der Band stark sind. Man kann bei dieser Truppe kein Bandmitglied ausmachen, welches nicht eine unnachgiebige Power ausstrahlen würde. In diesem Punkt bleiben sich Malevolent Creation auch dieses Mal treu, obwohl die Band diese Eigenschaft im Laufe ihrer 13 Jahren Bandgeschichte mit vielen Line-Up-Wechseln bezahlen musste. Aber nicht zuletzt dieser enorme Ausdruck von Kraft und Stärke gibt dem Sound seinen brachialen Klang. Auch die tiefen Gitarren kombiniert mit einem durchweg hohen Spieltempo lassen die Musik von „Invidious Dominion“ sehr robust und standhaft wirken.  

Was man auf dieser CD allerdings vermissen könnte, sind markante Gitarrensoli. Diese sind zwar grundsätzlich vorhanden, finden aber nur selten Einsatz und sind zudem, wenn auch technisch überzeugend, im Ganzen zu kurz gehalten.

Die eingesetzten Taktwechsel wie zum Beispiel bei „Leadspitter“ sind sehr gelungen und geben dem Sound noch mehr Groove. Besonders bei „Target Rich Environment“ ist dies durch die dazu gewonnene Dynamik überzeugend. Die Gitarren wirken verspielter ohne ihre Kraft zu verlieren. Die Vocals werden rhythmischer gesungen und ziehen den Ausdruck von Wut genüsslich in die Länge.

Leider weisen die meisten Lieder auf diesem Album keine solchen Details auf. Obwohl das Niveau des Albums durchgängig hoch und wirklich kraftvoll ist, fehlt es dem Album an markanten Höhepunkten. Das Problem beim Hören ist, dass man trotz des so einnehmend hohen Wutpotenzials, welches die Band ausstrahlt, im Laufe der CD diesem gegenüber langsam desensibilisiert wird. Zusätzliche kleine Details würden den Hörgenuss dauerhaft hoch halten. Ohne markante Details innerhalb der Lieder neigt man als Hörer leider dazu, das Album mit der Zeit der Spieldauer als eher eintönig zu empfinden, obwohl jedes Lied für sich überzeugen kann. Ein klein wenig mehr Abwechslung hätte hier sicher nicht geschadet. 


Trotzdem ist das Album sein Geld wert und wird nicht nur Zusprüche aus Reihen der eingefleischten Fans finden. Malvolent Creation haben auch nach 13 Jahren nicht verlernt, wie man Death Metal macht und bleiben mit diesem Album auch weiterhin eine Vorzeigeband aus den Anfangsjahren.

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