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Malevolent Creation: Doomsday X

Echter Volltreffer
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 49:22
Release: 24.08.2007
Label: Nuclear Blast

Der Tag des Jüngsten Gericht ist gekommen. Malevolent Creation schicken sich an, mit ihrer Hymne über den Weltuntergang alles niederzuwalzen. Hierzu hat die von zahlreichen Besetzungswechseln geprägte Todeskappelle ein vielversprechendes Line-Up zusammengestellt: Neben Ex-Suffocation-Drummer Dave Culross und Bandleader Phil Fasciana kehren für diese Platte die beiden Urgesteine Jon Rubin und Jason Blachowicz, sowie die alte Teufelskehle Brett Hoffmann ins Boot zurück. Auf dem Papier macht das schon Einiges her, doch ist das auch eine Garantie für eine gute Platte?

Eine Garantie für gute Musik gibt es nicht, doch das ist den Amerikanern herzlich egal. Sie kredenzen einfach, davon unbeeindruckt, eine gute Scheibe. Die Truppe aus Florida kommt wie gewohnt brachial daher: Mit knochenbrechendem Drumming und Riffs, die einem die Haut abziehen. Zusammen mit der gewaltigen stimmlichen Keule von Brett entsteht ein musikalisches Gewitter, das einem das Toupee von der Rübe fegt.

Hier gibt es kaum Verschnaufpausen. Es wird alles weggepustet, was nicht niet- und nagelfest ist. Der Hörer wird quasi durch das Album geprügelt. Das ganze geht runter wie Öl. Bei so viel Brutalität lacht das Herz.

Das alles ist in der Form allerdings auch nicht unerwartet. Doch etwas ist anders als sonst: Die geschätzte Knüppelkompanie ist hörbar reifer geworden. Noch nie waren Malevolent Creation so abwechslungsreich. Das Songwriting überzeugt mich vollends. Alle Lieder gehen sofort ins Ohr. Intelligente Wechsel zwischen Up- und Mid-Tempo sowie der geschickte Einsatz von klasse Solos sorgen für eine Menge Spannung.

Neu ist ebenfalls ein, für Malevolent Creation-Verhältnisse, großer Anteil an technischem Gespiele. Okay, die Jungs werden wohl nie zu einer übermäßig technisch geprägten Band, doch sie nehmen damit ein wenig Härte aus diesem Bombenhagel und lockern die Musik angenehm auf.

Im Großen und Ganzen ist der Aufbau der Titel doch sehr ähnlich. Alle Titel bewegen sich mal im Up-Tempo- und mal im Mid-Tempobereich. Trotzdem wird die Platte nie langweilig. Jedes Lied hat seinen ganz eigenen Klang.

Während „Deliver My Enemy“ mit einem schon fast groovigen Sound aufwartet, wird man in „Archaic“ mit einer Salve erbarmungsloser Riffs und einem sensationellen Schlagzeuggedonner überrollt. Hier wird auch die Flexibilität des Sängers sehr deutlich, dessen Growls mitunter so röchelnd-schleimig klingen, dass sie auch von einer Grindcore-CD stammen könnten.

„Dawn Of Defeat“ überzeugt mit einer wunderbaren Melodie und geht fast nahtlos in das technisch sehr starke „Prelude To Doomsday“ über, sodass man meinen könnte, hier läge das gewaltige Herzstück dieser Death Metal Bestie. Doch diese Platte ist ein Gesamtkunstwerk. Man findet im Prinzip keinen Höhepunkt, denn alle Tracks befinden sich auf einem sehr hohen Niveau.

Die Produktion der Scheibe ist in Ordnung. Alles hätte ein bisschen klarer klingen können, doch vermutlich wollte man eine Überproduktion vermeiden und so ein etwas dumpfer Gesamtklang hat ja auch seinen Reiz.

Der zehnte Streich der Amerikaner ist ein echter Volltreffer und gehört für echte Death Metal Fans in die Kategorie Pflichtkauf. Allen anderen Metalheads wird geraten, zumindest einmal reinzuhören. Vielleicht verliebt man sich ja neu. Malevolent Creation betonieren mit diesem Stück feinsten Todesbleis jedenfalls ihren Platz auf dem Olymp des Extrem Metals ein. Tolles Album!

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