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Make Them Suffer: Worlds Apart

Gelungene Neuorientierung der Australier
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 39:10
Release: 28.07.2017
Label: Rise Records

Einiges Neues haben die Australier Make Them Suffer im neunten Jahr ihres Bestehens im Gepäck: Zum einen gab es einmal mehr Besetzungswechsel zu vermelden und zum Zweiten schieben sie mit „Worlds Apart“ ihr drittes Studioalbum gen Ohren, von dem bereits die Single „Fireworks“ vorab zu hören war. Dass diese nicht mit einem kompletten Begeisterungssturm empfangen wurde, sollte an dieser Stelle nicht unter den Tisch fallen, immerhin zeigt sich hier schon auf, dass auch musikalisch einiges bei dem Fünfer in Bewegung ist.

Ob es nun an den Neuzugängen liegt oder an anderen Gründen, jedenfalls hat sich der Stil der Australier stark verändert. Von dem ehemals gewohnten Deathcore sind maximal noch Fragmente übrig, stattdessen bekommt man nun Metalcore auf die Ohren, der zudem noch mit sehr melodisch einschmeichelnden Passagen agiert. Die Songs klingen fast durchweg positiver, was nicht zuletzt an Neu-Keyboarderin Booka Nile liegt, die mit ihrer glockenklaren Stimme immer wieder die hellen Momente markiert. Zudem bringen die Pianoklänge nicht nur ein dichtes Klangnetz hervor, sondern liefern auch den Grundstein für die Stimmung, welche bei „Grinding Teeth“ anfangs gar mal etwas träumerisch und verspielt ausfällt. Zugegebenerweise irritiert dies anfangs, zumal beim Eröffnungsstück „First Movement“ schon ein Hauch von Poppigkeit einfließt, den man so gar nicht erwartet und vielleicht auch nicht wünscht. Glücklicherweise stehen dem ordentlicher Druck hinter den Kesseln gegenüber und natürlich ein Fronter, der immer noch anständig Gift versprühen kann. Sean Harmanis growlt und rotzt sich in bester Manier durch das Album, stellenweise gar so
wahrhaftig, dass man das Gefühl hat, sich schleunigst das Gesicht abwischen zu müssen.

Während „Power Overwhelming“ ein kurzes sphärisches Zwischenspiel bietet, gibt es allerdings doch noch reichlich Gründe, diese CD nicht beim Kaffeekränzchen anzubieten. Mit „Vortex“ lassen es Make Them Suffer erstmals richtig brummen, selbst wenn der einschmeichelnde Gesang von Booka noch erhalten bleibt, wirkt der Titel um einiges derber und zerstörerischer. Selbst das schon benannte „Firework“ lässt die Australier weiter auf Kriegspfaden wandern und geht mit seinen Stakkato-Drums ordentlich nach vorne los, um es mit ein paar hymnischen Sequenzen noch zu komplettieren. Die wohl druckvollsten Titel stehen allerdings gen Ende des Albums, was dem Verlauf von „Worlds Apart“ einen guten Zugewinn an Spannung bringt. Bei „Dead Plains“ verzichtet man gar gänzlich auf den weiblichen Klargesang, um dann beim abschließenden „Save Yourself“ gar noch ein paar fiese Ausbrüche einzuschieben.

Zwar mag das neue Werk des Fünfers sicher einigen der Fans unangenehm aufstoßen, unterm Strich muss man allerdings vermerken, dass sich die Neuorientierung wirklich gelohnt hat und eine echte Weiterentwicklung der Band zeigt. Mit „Worlds Apart“ bringen Make Them Suffer ein vielseitiges Album an den Start, bei dem sie ihren eigenen dichten Klangkosmos kreieren und sich zudem ungemein wandelbar zeigen.

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