Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Make Them Suffer: How To Survive A Funeral

Langeweile ist hier fehl am Platze
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 35:09
Release: 10.07.2020
Label: Rise Records

Drei Jahre ist der letzte Output der Australier Make Them Suffer bereits wieder her, nun steht mit „How To Survive A Funeral“ der Nachfolger von „Worlds Apart“ bereit. Man darf nach der Neuorientierung des Vorgängers durchaus gespannt sein, wie der weitere Weg der Perther aussieht. Gerade das im Vorfeld ausgekoppelte „Soul Decay“ lässt zumindest schon vermuten, dass der Fünfer wohl nicht zu den brutaleren Anfängen der Band zurückkehren wird.

Beruhigen kann man an dieser Stelle allerdings auch; das Album wird nicht seichter, denn gerade die eben benannte Auskopplung zeigt sich letztlich schon als eingängigste Nummer des Longplayers. Wobei Make Them Suffer mit diesem Track schon ein absolut überzeugendes Kaufargument liefern – detailreich und mit überzeugenden Gitarrenlinien, schwimmt der „Soul Decay“ über die Scheibe und lässt hier eine der wenigen Ruhephasen genießen. Ansonsten beweisen die Herrschaften, dass sie ordentlich Dampf unterm Kessel haben und weiterhin auf bekannte Wiedererkennungsmerkmale setzen. Sicher kann man hier konstatieren, dass Keyborderin Booka gerade bezüglich des Instruments nicht mehr ganz so markant zum Tragen kommt, jedoch funktioniert der Kontrast aus ihrer glasklaren Stimme und der Härte von Shouter Sean einfach mal sensationell. Gerade bei „How To Survive A Funeral“, welches von starken Breaks zwischen Härte und Sanftheit dominiert wird, treiben die Beiden die Gegensätze auf die Spitze und schaffen es trotzdem, eine galante Vereinigung hinzulegen.

Ähnlich funktioniert auch „Erase Me“, bei dem der zarte Piano-Anschlag jäh von einem Gitarren/Schlagzeuggewitter unterbrochen und innerhalb von Sekunden pulverisiert wird. Letztlich ähnlich dessen, was Make Them Suffer zum Einstieg bieten. Hier muss man „Step One“ und „Falling Ashes“ als Ganzes sehen, gibt es doch einen fließenden Übergang zwischen den beiden Tracks, welche von symphonischen Anklängen über eine leicht herein rieselnde Saitenfraktion bis hin zu einem schreddernden Bollwerk aus Gitarren und krachenden Drums reichen und damit einen perfekten Start ins Album bieten.

Deutlich mehr musikalischen Freiraum wird den Synthies innerhalb von „The Attentant“ geboten. An dieser Stelle wird der sphärische Einstieg nicht sofort totgeschlagen, sondern führt direkt in eine kraftvolle Ballade, welche trotz des gewissen Pop-Appeals gut gelungen ist und direkt mal die Feuerzeuge aus der Tasche schweben lässt. Wem dies zu viel an Kuschelzeit bedeutet, kann sich direkt im Anschluss von dem etwas hektisch klingenden „That's Just Life“ entschädigen lassen. Gibt es doch, wie bei dem sich stark hineinprügelnden „Fake Your Own Death, kräftig ein paar auf die Mappe.

Langeweile ist auf “How To Survive A Funeral” ein absolutes Fremdwort, Make Them Suffer liefern hiermit ein saustarke Vorstellung ab, mit der sie sich glorreich zurückmelden.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna