Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Mainline: From Oblivion To Salvation

Bietet bei jedem Durchlauf etwas Neues
Wertung: 8/10
Genre: Modern Metal, Psychedelic Metal
Spielzeit: 51:00
Release: 13.04.2007
Label: Dioxzion Records

Was die Turiner Mainline auf „From Oblivion To Salvation“ abliefern, ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Vorausgesetzt natürlich, der geneigte Hörer kann mit Klängen à la Deftones meets Modern Metal etwas anfangen. Hin und wieder kann ich auch Combos wie Meshuggah oder Tool heraushören, doch das eher am Rande und auf die progressiven Songstrukturen bezogen. Richtig ist in meinen Augen schon, dass Mainline den Deftones so nahe sind wie die gemeine Fliege dem dampfenden Kuhhaufen auf der Wiese.

Fakt ist definitiv, dass die Herren mit dem ersten vollständigen Album (davor wurde noch eine EP eingezimmert) eine reife Leistung in die Wagschale werfen. Manche Bands schaffen es in ihrer gesamten Karriere nicht, ein solches Album aufzunehmen, Mainline hängen die Messlatte gleich zu Beginn ihrer Karriere also verdammt hoch. 

Und um den Beweis anzutreten, dass hier Leute am Werk sind, die wissen was sie machen, entpuppt sich gleich der Opener „Brilliance Of Shadow““ als stärkster Song des Albums. Langsam, behäbig und krank auf der einen Seite und hitverdächtig und stimmig auf der anderen. Hier schiebt sich die Wucht über eine bizarr anmutende Strophe und mündet in einem Refrain mit absolutem Ohrwurmcharakter. Endlich mal ein Sänger, der mit seiner cleanen Stimme super umgehen kann und diese neben den ganzen Schrei- und Kreisch/Grunzattacken sehr gut in Szene zu setzen weiß. 

Aber auch „Emphatize With Your Enemy“ oder „Hidden Truth“ haben es mir angetan. Dieses Wechselspiel zwischen akustischen Gitarrenläufen, die oftmals „out of space“ wirken und der brachialen Gewalt der Stromgitarre haben Mainline wirklich gut raus. 

Die erschaffene emotionale Tiefe lässt sich am besten beim Track „Set Free“ spüren. Mainline treten gerade hier den Beweis an, dass sie zu den Großen gehören werden, wenn ihre Entwicklung so weitergeht. 

So gehet dahin, liebe Crossovergemeinde und stöbert im nächsten Plattenleben…ähm…-laden nach „From Oblivion To Salvation“ und ich verspreche euch in die Hand, dass ihr sehr viel Freude haben werdet. Diese Scheibe hört sich nicht so mir nichts, dir nichts ab, sondern bietet bei jedem Durchlauf etwas Neues, was man vorher überhört hat. Anhänger des gepflegter „Querdrüber“ können blind zuschlagen. Denn hier gibt’s Rock, Metal, ein wenig Metalcore, Hardcore usw usw usw. im fetten Soundgewand mit abwechslungsreichen Gesängen.

comments powered by Disqus

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen