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Main Line Riders: Shot In The Dark

manchmal ist es gut wenn eine CD nur 34 Minuten lang ist
Wertung: 3.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 34:6
Release: 25.01.2008
Label: Retroactive Records

Mit Main Line Riders soll nun eine wahre Perle des Hard Rocks vorliegen, zumindest laut Presseinfo. Der texanische Fünfer zählt hier einfach mal Bands wie AC/DC, Hanoi Rocks, Guns N`Roses und Skid Row auf, welche ihren Sound beschreiben sollen. Ja und irgendwie hat die Band auch recht. Stilistisch passt das, nur bei der Qualität wird man hier sehr stark in die Irre geführt, aber der Reihe nach.

Mit einem immer lauter werdenden Warnton eines Zuges beginnt das Album erstmal recht überraschend. Viel zu langsam beginnt die Band dann, um nach kurzer Zeit etwas das Tempo zu forcieren. Recht altbackener Hardrock in leicht amerikanischer Tradition kommt hier aus den Boxen gekrochen. Der doch recht unklar definierte Sound lässt fast schon auf die 70er Jahre schließen. Sänger Mikey Mayhem macht einen recht soliden Job, weiß aber irgendwie nicht so richtig aus den Puschen zu kommen. Viel zu wenig Arschtritt-Charakter.

„One Way Ticket To Love“ rumpelt auch ein wenig uninspiriert daher. Josho klopft sich an den Drums zwar auf Betriebstemperatur, aber irgendwie wirkt das so, als ob die Band zwar kräftig nach vorne rocken will, aber vielleicht doch eine Schlaftablette zu viel eingeschmissen hat. Man steht praktisch permanent vor einer fulminanten Explosion, aber sie kommt nicht.

„Throwin`Bones To Te Wolves“ wird vom gleichen Dilemma heimgesucht. Cliffy und Blackway sorgen zwar für geeignete Gitarreneinsätze, aber das Ganze wird von dem modrigen Sound runtergezogen.

Mit „Here I Am“, der Ballade des Albums wird es dann aber ein wenig besser. Skid Row schießen mir hier ein wenig durch den Kopf, nur war der dreckige Sound bei den Amis trotzdem recht klar.

„Speed Queen“ geht, wie es der Titel schon vermuten lässt, einen deutlich schnelleren Weg. Nett, aber auch nicht wirklich inspirierend. „Pack Up Your Blues“ versucht dann, etwas rotzfrecher zu klingen, was aber nur ansatzweise gelingt. Vom Blues ist man Lichtjahre entfernt, denn man versucht, nach vorne zu rocken, dess dann aber so unspektakulär, dass man sich lieber einen Energydrink zu Gemüte führt, um wach zu bleiben.

„I Walk Alone“ ist ein dann doch mal eher treibender Song. Ganz nett, hätte auch gut als Opener zu der Lokomotive gepasst. Ohne wirkliche Pause geht es dann über in „Put The Hammer Down“. Auch wenn man fast kopfnickende Bewegungen zu tun geneigt ist, wird man doch immer wieder kurz von der Band ausgebremst und fühlt sich zwischen Headbanging und aufkommender Müdigkeit hin und her gerissen.

„We Are The Ready Ones” ist dann wohl die Durchhalteparole der Band. Durchschnittsware ohne Flair, sorry, also, wenn das die ganze eigene Energie darstellen soll, dann werden wir wohl eher kein zweites Album der Texaner zu hören bekommen. Sorry Jungs, trinkt das nächste mal weniger kalten Kaffee im Studio und dafür literweise Energydrinks, bis dass es zu den Ohren rauskommt und dann raus aus dem ersten Gang, es gibt noch fünf weitere, die dann auch richtig Geschwindigkeit aufkommen lassen. 

Fazit: Wenn ich mir jetzt einfach mal das Debut von Love/Hate anhöre, dann besitzt jeder einzelne Song davon mehr Kick Ass Charakter als dieses sehr kurz geratene Album. Es sind zwar wirklich gute Ansätze vorhanden, nur wurden sie recht müde umgesetzt. Live könnte die Band eventuell richtig krachen, denn hier stimmt einiges und vor allem der Sound nicht. Zu gehemmt wirkt das Ganze. Wer wach bleiben will, sollte sich eher eine Scheibe der ganz oben genannten Originale reinziehen, ansonsten setzt wohl eher Geschnarche ein.

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