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Magnum: Into The Valley Of The Moonking

Altenheim, Rente oder Stagebühne
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 58:33
Release: 12.06.2009
Label: SPV/Steamhammer

Nein, hier geht es nicht um Eisriegel, hier geht es um eine 27 Jahre alte Band, die nun ihr fünfzehntes Studioalbum veröffentlicht, wenn man die beiden Platten unter dem Namen Hard Rain mal außen vorlässt. Nachdem man 2007 mit „Princess Alice And The Broken Arrow” zumindest für positive Gefühle sorgte, wird nun nach einem weiteren Livealbum nochmal im Studio gerockt.

Recht amerikanisch angehauchten Hardrock mit viel Airplay-Charakter spielen die fünf Magnums, das Ganze in der Regel inzwischen derart lässig und relaxt, dass man das Vorgelegte auch gut zur Beruhigung nutzen kann. Hin und wieder wird ein wenig Blues mit eingestreut. Trotzdem bleibt es unverkennbar Magnum.

Das Intro kann man leicht überspringen, denn hier wird mit viel Keyboard versucht, ein wenig Stimmung aufzubauen. Der Wind, der da durch die Lautsprecher pfeift, wirkt nicht sehr echt und insgesamt wirkt der Einstieg viel zu synthetisch für die sympathische Band 
Das ändert sich dann mit „Cry To Yourself“. Fast schon ein wenig zu ausgeglichen wird hier musiziert und man fragt sich trotz der Gitarre, die für etwas rockige Elemente sorgt, ob das noch Hardrock ist.

„All My Bridges“ ist dann wieder der bekannte Magnum-Stil, der so viele Fans in den vergangene Jahren verzückte. Das macht schon mehr Spaß, aber man ist weit entfernt von alten Hits wie „Kingdom of Madness“, „How Far Jerusalem“ oder auch „Vigilante“. Leider überwiegt dieser Anteil an Songs auch zu sehr auf diesem Album, auch wenn „Take Me To The Edge“ deutlich kräftiger beginnt und deutlich mehr Rock in sich trägt. 

Als Highlight des Albums würde ich „The Moon King” nominieren. Recht bluesig startet er richitg schön durch. Bob Catleys tolle Stimme beginnt erstmal ein wenig elektronisch verfremdet, aber das klingt hier richtig gut. Eine langsame Bluesrocknummer mit einigem an Pathos. Toll, wie Tony Clarkin hier Stimmung mit seiner Gitarre schafft.

Bei „Noone Knows His Name“ und „In My Minds Eye“ kommt stellenweise bei den Vocals sogar die gute alte Begeisterung früherer Erfolge hoch, nur reicht das beim fünfzehnten Album nicht mehr, um abgefeiert zu werden. 
Lediglich „If I Ever Love My Mind“ kann durch den herausragenden Refrain noch mal richtig punkten. Der Refrain brennt sich in die Hirnrinde und hinterlässt Narben.

Mit einem coolen, wenn auch nicht so hart gespielten AC/DC-Riff garniert, rockt dann der Rausschmeißer am Ende der Scheibe noch mal für Magnum-Verhältnisse recht kräftig. Insgesamt sicher zu wenig, auch wenn natürlich alles vom Musikalischen her natürlich perfekt gezockt wurde.

Fazit: Mal wieder ein solides Album der Engländer, auch wenn man schon im Vergleich mit dem Vorgänger den Kürzeren zieht. Und es wird immer fraglicher, ob die Band noch einmal einen Meilenstein, und wenn auch nur mit einem einzelnen Song, zu schreiben in der Lage ist. Gute Musik ist es trotzdem, auch wenn der letzte Kick fehlt und man sich stellenweise schon zu fragen beginnt, ob Magnum nun nicht doch langsam etwas Biss verloren haben.


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