Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Magnacult: Synoré

Auch nach elf Jahren noch ein Nackenbrecher
Wertung: 9/10
Genre: Neo-Thrash Metal, Groove Metal
Spielzeit: 35:55
Release: 13.08.2007
Label: Rusty Cage Records

Die Holländer Magnacult haben mittlerweile ihren ganz eigenen Veröffentlichungsrhythmus gefunden. Alle fünf Jahre nämlich kommen die Herren um Sänger Seb mit einer neuen Neo-Thrash-Attacke ums Eck – angefangen beim Debüt „Synoré“, das der Band seinerzeit eine ordentliche Tour mit Ill Niño bescherte, über das bereits mit acht The-Pit.de-Punkten bedachte „Insua EnVenom“ bis hin zum aktuellen 2017er Scheibchen „Infinitum“.

Mittlerweile hat die Band 13 Jahre auf dem Buckel, hat Gründungsbassisten Spit ausgetauscht und sich soundtechnisch zumindest einen knallig-groovenden Neo-Thrash zugelegt, an dem es kaum was zu meckern gibt. Das war überraschenderweise bereits beim vorliegenden Debüt so: Schon der Opener „Aeon“ springt den Hörer regelrecht an, Sänger Seb geht voll auf Konfrontationskurs und liefert somit einem brutalen Einstand. Und „brutal“ ist auch ein Prädikat, das man dem Rest der Scheibe aufdrücken kann: Ein Songtitel wie „Kill Ignorant Humanity“ mit seinen death-grindigen Growls zeigt eine erstaunlich kompromisslose Band.

Erst beim hauptsächlich instrumentalen „Kris“ wird zumindest ein wenig auf die Bremse getreten, unheilschwangere Gitarren und ein bedrohlich langsames Schlagzeug leiten den Track ein, bevor mystische, fast arabisch anmutende Gesänge sich dazu gesellen, über all dem thront recht bald eine wunderbar-dramatische Melodie, zum Ende hin läuft der Track aber leider etwas langwierig aus. Bei „Damnation“ drücken sich wieder die gurgelnden Screams durch die Boxen, die sich spätestens beim zweiten Album „Insua EnVenom“ als eines der Markenzeichen der Band etabliert haben werden.

Ausgerechnet der Titeltrack wiegt den Hörer zuerst mit gezupften Gitarren in Sicherheit; überraschend, heißt „Synoré“ laut Band doch nichts anderes als „pure Aggression“ – darauf muss man natürlich bei Magnacult nicht lange warten, schon Sebs Geflüster treibt einem die Gänsehaut die Arme hoch und runter und live ist das der sichere Garant dafür, sich schon mal für den Moshpit bereit zu machen.

Auch nach beinah elf Jahren Rotationszeit hat „Synoré“ nichts von seinem alten Biss verloren. Damals als Band gerade mal zwei Jahre alt, haben Magnacult ein starkes und zorniges Debütalbum geschaffen, das sicherlich einige kleinere Längen beinhaltet, aber doch schon überraschend clever arrangiert daherkommt und dafür mit gutem Gewissen neun Punkte einfahren kann.

comments powered by Disqus

Dieses Jahr gleich fünf Bands am Start

Oster-Schlachtfest zur Vordisco-Zeit

Zwischenstopp zur ultimativen „The Ultimate Incantation“-Show

Mit „Adrenalin“ zur Hochtour aufgelaufen