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MagnaCult: Insua EnVenom

Immer noch einige Rotationen wert
Wertung: 8/10
Genre: Neo Thrash Metal, Death Metal
Spielzeit: 37:31
Release: 12.12.2012
Label: Synoré Records

MagnaCult sprangen um 2009 ins allgemeine Bild der Metalszene – damals auf Tour mit den Latinos von Ill Nino, veröffentlichten die Holländer direkt ihr erstes Album „Synore“. Das gute Stück rotierte einige Wochen im heimischen CD-Player, malträtierte mit ordentlich Bass und viel Groove die Lautsprechermembranen und wurde auch weiter gehört, als die Truppe wieder in der Versenkung verschwand.

Im Oktober 2012 dann: Release des neuen Ill Nino-Albums. Tourankündigung. Und mit dabei: wieder MagnaCult. Natürlich nicht mit dem alten Material, sondern mit einem neuen Album am Start. „Insua EnVenom“ heißt das gute Stück und man war schon im Vorfeld gespannt, ob die Combo ihrem Sound zumindest einigermaßen treu geblieben war.

Geändert hat sich nicht viel, außer, dass die neue Platte auf dem bandeigenen Label Synoré Records erscheint und Gitarrist Tomas sich als Co-Produzent vergnügen durfte. Auch Literaturfans kommen hier zumindest optisch auf ihre Kosten: Das Coverartwork entsprang der Gedankenwelt von Bob Martens und basiert auf der Comicversion der „Dark Tower“-Reihe von Gruselaltmeister Stephen King.

Musikalisch tendiert das neue Album eher in Richtung kontrollierter Aggression, statt auf cholerisches Geballer zu setzen. Zusätzlich haben die Jungs um Sänger Seb und Bassist Spit ordentlich an ihrem Songwritingqualitäten gefeilt – Tracks wie „Kris“ vom ersten Album haben ja schon bewiesen, dass MagnaCult trotz größtenteils junger Jahre schon einiges an technischer Finesse zu bieten haben, aber „Insua EnVenom“ steht dem schon nach den ersten paar Durchläufen in nichts nach. Man muss sich nur einen Track wie „Past Defest“ anhören, das mit einem fast unhörbar zarten (Acoustic-)Gitarrenintro einsteigt, dann von Drummer Bionic auf das nächste Level geprügelt und schließlich von Sebs druckvollen Vocals umschlossen wird, um zu wissen, dass „Synore“ kein Glückstreffer war – zumal der Song ein sehr bandtypisches Gitarrensolo beinhaltet.

„Submission“ ist noch so ein Track, der besonders positiv ins Gewicht fällt. Druckvoll groovend und voller Doublebass-Gewitter stampft das Stück mit seinem prägnanten Rhythmus durch die Boxen, der auch auf dem ersten Album schon das ein oder andere Mal in abgewandelter Form zu hören war. Im Refrain legt Seb dann richtig schön los, begleitet von flirrenden Gitarren und dem erwähnten wummernden Bass. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie mächtig der Song live rüberkommen wird.

In „Dead Army“ kommen dann erstmals auf dieser Platte wieder die charakteristischen Vocalparts zum Vorschein, in denen Seb die Wörter auffallend in die Länge zieht und die man bisher doch irgendwie vermisst hat, obwohl dieser Gesangsstil mehr als gewöhnungsbedürftig anmutet. Klingt immer ein bisschen, als würde der Mann beim Kotzen mit Irgendetwas gurgeln, fügt sich aber immer erstaunlich gut in den Songkontext ein.

„Statements“ gerät dann fast schon zu einem Midtemposong. Lässige Drums und ein schleppender Rhythmus drosseln die generelle Geschwindigkeit doch um ein Vielfaches. Druck geht aber keinesfalls verloren. Stattdessen wirkt dieser Song eher bedrohlich als zornig – ähnliches gilt für das folgende „How Raven Stole The Sun“, das sehr basslastig daherkommt und im Hintergrund eine summende, gruselig wirkende Melodie mit sich führt. Zum krönenden Abschluss gibt es mit „The Hate Child“ nochmal knappe anderthalb Minuten Aggressionen in Grindcore-lastiger Manier auf die Ohren.

Fazit: Einen Schritt nach vorne haben die Holländer mit ihrem zweiten Album ohne Zweifel gemacht, wenngleich man den Sound nicht seines Wiedererkennungswertes beraubt hat. Dafür gibt es lockere acht Punkte und den Tipp, sich die Truppe mal live anzuschauen – MagnaCult sind das Geld definitiv wert.

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