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Mad Max: Interceptor

Legen trotz aller Melodie noch eine Schippe Härte zu
Wertung: 8/10
Genre: Hard Rock/ Heavy Rock
Spielzeit: 43:11
Release: 25.10.2013
Label: Steamhammer/ SPV

Eisen muss bekanntlich geschmiedet werden, so lange es noch heiß ist. Das gilt auch für das Hard-Rock-Quartett Mad Max, konnten sie doch letztes Jahr mit „Another Night Of Passion“ und der damit verbundenen Tour als Support für Axel Rudi Pell gleich mehrere geeignete Brandeisen in den Glutofen stecken. Mit „Interceptor“ melden sie sich also anno 2013 zurück und sorgen für einen erstaunten Blick, ist das Coverartwork für eine eher positiv eingestellte Truppe von der Stimmung her sehr endzeitig.

Vielleicht lässt das ja auch Rückschlüsse auf das Album zu, hatten die Münsteraner ja in der Vergangenheit doch so manches Mal auch an die AOR-Tür geklopft. Nun aber kann der geneigte Fan hoffen, dass sich vielleicht doch ein bisschen mehr Stahl unter das weichere Alublech schummelt. Und siehe da, Mad Max braten wieder ein bisschen heftiger als sonst, ohne aber die ausgefeilte melodische Riffarbeit zu vernachlässigen. Noch immer stehen griffige Hooks im Vordergrund, noch immer wird sorgsam darauf geachtet, bloß nicht mit zu hartem Gitarreneinsatz die gewonnenen Fans zu verschrecken.

Mad Max liefern ein sehr abwechslungsreiches Album ab. Mit „Rock All Your Life“ landen sie zwar schon wie bei den Platten zuvor schnell im AOR-Lager und können auch einige eher poppige Anleihen nicht ausblenden, doch mit Tracks wie das flottere „Bring On The Night“ oder auch das anschließende, wieder etwas stampfendere „Streets Of Tokyo“ (hat Godzilla denn noch was stehen lassen?; Anm. d. Red.) hauen Mad Max dann wieder mehr auf die Kacke und liefern richtig feine Heavy-Rock-Ohrwürmer ab.

Deutlich reißerischer kam zuvor „Godzilla“ daher, auch wenn das einleitende Knurren nicht dem atomverseuchten Tokyozerstörer, sondern mehr einem schlappen Löwen im Tierpark ähnelt. Mad Max haben neben einigen akustischen Passagen auch ein wenig mehr an Heftigkeit zugelegt und schippern damit ganz gut und gerne im Victory-Fahrwasser. Düsterer als alles andere auf dem Album schleicht sich dann „Show No Mercy“ ins Bewusstsein, eine Neuaufnahme des Bonustracks, der irgendwann auf den Re-Releases der „Night Of Passion“-Scheibe gelandet ist.

Und natürlich darf die ruhige Mad-Max-Seite ebenfalls nicht ausgeblendet werden. Mit „Sons Of Anarchy“ jedenfalls liefern sie eine starke Midtempo-Nummer ab, die bei den zukünftigen Liveaktivitäten ganz sicher einen Platz in der Setlist finden wird, wobei sich das Quartett auch als TV-Junkies outen könnte. Deutliche balladeske Züge trägt dann „Five Minute Warning“ in sich, alles schön im Wiegetakt in schmusiger Atmosphäre, und auch „Save Me“ mit dem balladesken Start entwickelt sich zum griffigen Stampfer. Hier wird schon früh spürbar, wie sehr das Quartett auf hochmelodische Refrains setzt. Mit dem Sweet-Cover „Turn It Down“ bewegen sie sich quasi auf traditionellen Pfaden, hatten sie doch beispielsweise Mitte der Achtziger auch die Maxi „Fox On The Run“ von der gleichen Band am Start. Der Track hebt sich dann auch vom eigenen Material ab, ist rock’n’rolliger und passt irgendwie trotz der einfacheren Machart prima ins Gesamtkonzept.

„Während andere balladesker und seichter werden, liefern wir pure Energie ab“, so Bandsprachrohr und Gitarrist Jürgen Breforth – schon gut, Mad Max legen tatsächlich eine Schippe drauf, ohne aber die eigenen Wurzeln allzu sehr abzustreifen. „Interceptor“ ist noch immer ein unverkennbares Album der Münsteraner, tief in den Achtzigern verwurzelt und mit einer modernen Produktion ausgestattet. Der Weg führt weiter nach oben, der The-Pit.de-Daumen auch.

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