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Mac Blagick: Mac Blagick

Popart ist zeitlos
Wertung: 99/10
Genre: Retro Rock
Spielzeit: 44:33
Release: 31.08.2007
Label: Glen Ghost Records

Popart ist zeitlos. Ein gelungener Beweis für diese These ist das farblich schrille, aber dennoch erotisch-künstlerische Coverartwork des gleichnamigen Mac Blagick - Debüts. Hinter dem optischen Retro-Gewand des Silberlings stecken vier junge Musiker aus Schweden: Clarious Thump (Bass), Marino Funketti (Gesang), Sledge Nelson (Gitarre) und Snipe Slammer (Schlagzeug) huldigen unter dem Banner Mac Blagick ihrer großen Liebe des schwerfällig-psychedelischen 70er Jahre Heavy- und Progressive Rocks. Heraus kamen dabei knappe 45 Minuten an relativ facettenreichen - aber noch mehr ungewöhnlichen - Sounds der Marihuanageschwängerten „Glitzerepoche“, in der die freie Liebe noch groß geschrieben wurde und Wehrdienstverweigerer noch unter Einsatz von rabiater Gewalt ihre Tauglichkeitstest sabotierten.

Und als wäre eben genau jene Zeit der politischen Revolution und der Prä- „Flower Power“ - Generation nie zu Ende gegangen, zelebrieren Mac Blagick unverholen ihren Flick aus progressiver Schwermut und zeitlos-tanzbaren Klängen aus Rock, Swing und Blues. Lediglich auf einem analogen 8-Spuren-Equipment eingespielt, entfaltet sich beim Hörer des Albums recht schnell ein gewisser „anno dazumal- und Retro-Charme“… Irgendwie kommen einem aber auch selbst so manche Passagen aus den dargebotenen Kitsch- und experimentellen Rockelementen bekannt vor (Dejavous lassen grüßen!), wenn man sich einmal an seine eigene, frühe Kindheit zurückerinnert und dabei an die „artgerechte Plattensammlung“ der Eltern denkt.

Irgendwo zwischen den jeweiligen Anfangstagen von Led Zeppelin, Kiss und Genesis schwankend, hantieren die vier Herrschaften von Mac Blagick und trotzen so ganz frech dem modernen Musikkult der heutigen Zeit. Als hätte sich die Weltgeschichte nie verändert, sinniert man auf “Mac Blagick“ beispielsweise über frivole und pulsierende Etablissements (“Caligula Nightclub“), sowie über erhabene Frauenbilder (“Girl of the Storm“) und demokratische Ungereimtheiten der politischen Weltgeschichte (“Domination“).

Fazit: Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich auf Grund der (zumindest für mich) gewöhnungsbedürftigen Soundcollage auf “Mac Blagick“ nicht selten mit fragendem Schulterzucken zurück blieb. Irgendwie bin ich mit dem dargebotenen „Retro-Rock“ nicht warm geworden… Nun, ja. Ich bin eben einfach kein Kind dieser Zeit - deswegen möge man mir auch bitte meine Äußerungen in diese Richtung verzeihen.

Trotz, dass ich aus den eben erwähnten Gründen auf eine reguläre Punktewertung verzichtet habe, bietet “Mac Blagick“ aber auch für mich einen gewissen (positiv heraus stechenden) Unterhaltungswert. Entsprechend würde ich einfach einem Großteil der Interessenten raten, sich vor dem Kauf der CD eine ausgiebige Hörprobe zu eigen zu machen…

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