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Lydia's Gemstone: The New Melancholy

Aus Österreich erreicht uns eine neue Melancholie
Wertung: 7.5/10
Genre: Gothic
Spielzeit: 33:44
Release: 07.10.2011
Label: Twilight Records

Erscheint mit Lydia’s Gemstone ein neuer Edelstein am schwarzen Himmel? Eines ist sicher, neu auf keinen Fall, denn die Österreicher gibt es schon seit 2008. Sie sind also keine Unbekannten mehr in der schwarzen Szene. Neu aber ist das Album „The New Melancholy“, welches nun zu haben ist.

Auf den ersten Blick fällt erst einmal auf, dass das Album mit gerade acht Tracks nur 33 Minuten lang ist. Wow, wenn es so kurz ist, dann muss es aber richtige Knaller enthalten. Das Cover verspricht Düsternis und der erste Track „The Lunar Threnody“ beginnt mit einem längeren Instrumentalenpart, der dann in beinahe klassische Riffs übergeht, bevor dann die Stimme des Sängers mitten ins Herz trifft. Ja genau, Markus Keimels Stimme schafft das, was anderen Sängern einfach ewig verwährt bleiben wird, und das zudem in Sekunden. Er trifft mit seiner tiefen Stimme mitten ins Herz. Schon dieser Track hat Ohrwurmcharakter und wer es noch nicht getan hat, zündet nun Kerzen in der Wohnung an. So darf es gerne weiter gehen.

Es geht weiter mit „PanDemonIum“. Auch hier ein instrumentales Intro, Keyboards, dann Gitarren und erst dann der Auftritt von Markus. Dieser Track allerdings unterscheidet sich vom melancholischen Einstieg. Hier wird mehr Power vermittelt, die Vocals sind härter. Auch dies steht der Band aus Österreich gut zu Gesicht, wenn auch die teilweise harte Aussprache nicht hätte sein müssen, denn auch ohne diese Brüche wäre des Frontmanns Stimme im Einklang mit dem Song gewesen. „Karmageddon“ weist schon im Titel ein Wortspiel auf und im Song selber verbindet das Brüderpaar nun Melancholie mit Härte, teilweise bläst aber gerade das die gezündeten Kerzen wieder aus. Es passt nicht so wirklich und man weiß den Song nicht zu greifen.

Was dann kommt ist die Titelmusik des Edelsteins. Ob es nun eine Hymne an den Edelstein an sich oder an die eigene Band ist, man weiß es nicht. Was aber ganz klar ist, dass wir es hier wieder mit einem richtig schönen, melancholischen Einstieg zu tun haben, man ist geneigt sich tief zurück zu lehnen und tief einzuatmen. Da man aber nun die Umbrüche in den Songs kennt, tut man genau das nicht und man tut gut daran, denn schon treffen harte Gitarrenriffs und die Melancholie ist wieder verschwunden. Markus Keimel haut wieder einmal drauf und irgendwie kommt diese Hymne nicht an. Es klingt eher nach Minenarbeit, Hammer und Meißel, der Sprengstoff und die Entdeckung des Edelsteins fehlt ganz einfach. „Noir“ ist ebenfalls nicht so schwarz, wie sich mancher wünscht, wenn auch ruhiger als die vorherigen gehörten. Aber bisher ist es nur der erste Song, der zu überzeugen wusste und das brachte, was die neue Melancholie uns versprach.

Erst der letzte Song „The Black Oak Wood“ weiß wieder zu überzeugen. Hier wirkt wieder alles schlüssig und passend. Lässt man das Ganze nun Revue passieren, so erkennt man dann doch den roten Faden. „The New Melancholy“ ist nicht etwa das, was sich so mancher darunter vorstellt. Lydia’s Gemstone reißen die alte Melancholie auf, mischen harte Gitarren darunter, drehen alles einmal im Kreis und spucken es dann wieder aus. Das geht, aber so 100% überzeugen mag das Ganze nicht.

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