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Lurid Trace: We Are The Hollow

Anständige EP der deutschen Nachwuchs-Thrasher
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 0:0
Release: 01.10.2008
Label: Eigenproduktion

Nach dem recht mutigen Debütwerk „Final Progression“ (mutig deshalb, weil die Band mit modernen Elementen arbeitete, die Experimentierfreude sich aber außerhalb jeglicher Trends abspielte) wurde es wieder ziemlich ruhig um die Ingolstädter Thrasher von Lurid Trace. Immerhin dreieinhalb Jahre sind ins Land gezogen, seit die Band ihren Erstling über den Eigenvertrieb auf den Markt brachte und damit gerade hierzulande recht gute Kritiken erzielen konnte. Mit „We Are The Hollow“ steht nun endlich ein neues Release ins Haus, der sich aber leider nur aus vier neuen Stücken zusammensetzt. Kompositorische Fleißkärtchen verdient die Band daher sicher nicht. Doch was ist der Musik?

Nun, hier bleibt sich die Band auf ganzer Linie treu. Noch immer weigern sich Lurid Trace, ihren Sound in handelsübliche Schemen und Schubladen pressen zu lassen, was sich insofern auszahlt, dass der eigene Stil noch weiter verfeinert wurde. Abwechslungsreiche Arrangements zeichnen bereits den einleitenden Titelsong, dessen Shout-Refrains zwischen dem verhältnismäßig Break-lastigen Stoff für den Wiedererkennungswert sorgen. Ähnliches lässt sich im Folgenden auch für das kompakte ‚Falcon Eyes’ sagen, das zunächst unauffällig startet, dann aber wieder mit einigen interessanten Riffs aufwartet. Melodischer Stoff wie ‚Sanity’s Fall’ ist indes schon vom Debüt bekannt. Doch nicht nur wegen seiner feinen Hooklines ist diese Nummer zugleich die beste auf der gesamten EP, sondern vor allem wegen ihrer offenkundigen Zielstrebigkeit. Die Band geht ein höheres Tempo, kommt aber auch deutlicher auf den Punkt, was an anderer Stelle nämlich nach wie vor eine der Schwächen bleibt. Die Riff-Konstellationen mögen in allem Stücken spannend sein, jedoch verliert die Band in manchen Passagen einfach zu schnell den Fokus fürs Wesentliche, was sich vor allem in ‚Falcon Eyes’ rasch bemerkbar macht – auch wenn das Gerüst des Songs mehr als nur brauchbar ist.

Nichtsdestotrotz gebührt der Band auch auf ihrer neuen Veröffentlichung ein Lob für den mutigen Drang zu Innovationen, ganz gleich, wenn es an manchen Stellen noch ein wenig an Reife fehlt. Dies machen Lurid Trace auf „We Are The Hollow“ mit vielen guten Ideen und einem eigenen Sound zu großen Teilen wieder wett und erheben ebenso wie schon zum Debüt Anspruch auf mehr und verdiente Aufmerksamkeit.

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