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Luna Rise: Dark Days And Bright Nights

Das Album knüpft fast nahtlos an die EP an
Wertung: 9/10
Genre: Dark Rock/Gothic Rock
Spielzeit: 51:22
Release: 26.06.2015
Label: NRT Records

Luna Rise machten dieses Jahr schon einmal auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit ihrem neuen Label NRT-Records hat die Band ihre erste EP „Smoking Kills, But Love Can Break A Heart“ neu aufgelegt. Das war im März dieses Jahres. Nun kommt das Album der Österreicher hinterher. Die zwölf Lieder auf der Platte bringen es auf eine Spielzeit von fast einer Stunde. Da darf man schon mal nicht meckern. Auch das Artwork kommt einladend daher. Das Yin-Yang-Symbol ist zwar eine ziemlich oft gesehene und dementsprechend ausgelutschte Darstellung, aber in der modernen Art der Darstellung macht das Symbol doch wieder was her. Jetzt aber weiter zum wesentlichen der Scheibe, zur Musik.

Das es zur vorangegangenen EP jetzt keine riesigen Stilwechsel geben würde, das war schon absehbar. Trotzdem ist nicht einfach alles gleich. Das neue Album klingt wesentlich frischer und kontinuierlicher als der Vorgänger. Dazu kommt ein Plus beim Songwriting. Luna Rise haben sich deutlich weiterentwickelt und stecken auch jeden noch so kleinen Fortschritt direkt in „Dark Days And Bright Nights“. Viele kleine Verbesserungen hört man gar nicht bewusst, aber einige Entwicklungen fallen schon ins Gehör. Ganz vorne mit dabei ist da auf jeden Fall Sänger Chris Divine. Er klingt nun deutlich wandlungsfähiger als zuvor und es hat den Anschein, als würde er sich weiter in die textlichen Rollen hineinversetzen. Zumindest wirkt das neue Werk emotionaler und dichter als noch die EP. Leicht zu beobachten ist der Umstand bei Liedern wie „Silent Sreams“ oder „Valentine“. Hier zeigt sich der Sänger zweimal von seiner besten Seite. 

Einen Minuspunkt gibt es aber auch zu vermelden. Die Coverversion von „Dancing With Tears In My Eyes“ passt nicht. Der Song ist im Radio (zumindest hier in Deutschland) zu Tode gedudelt worden. Wenn man die Nummer schon aufbereitet, dann sollte die Neuvertonung nicht so nah am Original angelegt sein, sondern dem Ernst der Thematik entsprechend gestaltet werden. Immerhin geht es darum, was man denn mit seiner verbleibenden Zeit macht, wenn eine Atomkatastrophe stattgefunden hat und einen der sichere Tod erwartet. Hier wäre etwas mehr Tiefgang und Dramatik wünschenswert gewesen. Das Thema ist für leichten Gothic Rock eher ungeeignet. Hier hätte man mit deutlich mehr Fingerspitzengefühl vorgehen und die gleichen Maßstäbe anwenden können wie zum Beispiel bei „Silent Screams“ oder „The Anthem Of The Night“.

Wie auch immer. „Dark Days And Bright Nights“ ist zu empfehlen. Man kann die Platte auch mehr Menschen ans Herz legen als den eingefleischten Gothic Rockern. Wer moderne Rockmusik mag, sollte genauso ein Ohr riskieren wie jemand, der auf einen guten Sänger oder solide, nicht übertriebene Gitarrenarbeit steht. Die Platte ist eine tolle Veröffentlichung, der hoffentlich eine weitere folgt.

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