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Lower Than Atlantis: Lower Than Atlantis

Solide und leicht überdurchschnittliche Mainstreamkost - vornehmlich für die jüngere Generation
Wertung: 7,5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 41:48
Release: 03.07.2015
Label: Sony Music

2007 als Hardcore-Punk-Band gegründet, haben sich Lower Than Atlantis mittlerweile relativ weit von ihrem Ursprungssound entfernt und spielen derzeit hauptsächlich eine melodische Alternative-Rock-Variante, die, um es freundlich auszudrücken, nicht unbedingt als besonders innovativ bezeichnet werden kann. So oder so sind sie mit ihrem neuen Stil aber vor allem in ihrer Heimat Großbritannien durchaus erfolgreich. Bleibt die Frage, inwiefern das Quartett in der Lage sein wird, diesen Erfolg auch auf das europäische Festland zu übertragen.

Beginnen wir mit all dem, das auf dem vierten, selbstbetitelten Album der Briten gut ist. Produzent Dan Lancaster leistet auf dem neuesten Silberling definitiv einen guten Job, wenn es darum geht, den Briten einen klaren, druckvollen Sound auf den Leib zu schneidern. „Lower Than Atlantis“ klingt modern, ohne überproduziert zu sein, jedes Instrument ist deutlich herauszuhören und vor allem der Basssound, der die Songs dank der oft simplen, aber dennoch groovigen Riffs aus der Feder von Tieftöner Declan Hart zusammenhält, ist durchaus gelungen. Aller „Softness“ zum Trotz sind die vier Briten auch durchaus in der Lage, mit druckvollen, groovigen Riffs zu punkten. Vor allem der Opener, aber auch Songs wie „Emily“ oder „Live Slow, Die Old“ machen dank groovigem, in letzterem Falle schon etwas funkigem Riffing durchaus Spaß.

Genretypisch ist natürlich viel auf Sänger und Frontmann Mike Duce zugeschnitten. Dieser weiß die Aufmerksamkeit aber auch durchaus zu rechtfertigen und überzeugt sowohl in ruhigen Balladen als auch in etwas druckvolleren Songs.

Insgesamt solide Handwerkskunst also und tatsächlich lässt sich den Briten qualitativ nicht so viel vorwerfen. Schaut man sich die Facebook-Seite an, findet man dort allerdings unter Einflüssen „das Verlangen, immer noch 15 Jahre alt zu sein“. Durchaus legitim ist dieses Verlangen vor allem aus den Songtexten der Band oft mehr als deutlich herauszuhören. Dementsprechend sprechen Lower Than Atlantis dann aber eben auch vornehmlich besagte Generation an und aller Jugendromantik zum Trotz drückt sich das leider ein bisschen zu oft in Songtexten aus, denen es gerade auf Dauer stark an Tiefgang mangelt. Das mag oder mag nicht gefallen, gibt dem Album als Ganzes aber auch einen leicht seichten Mainstream-Anstrich, der die Wertung ein bisschen drückt. Irgendwie ist nämlich alles, was man auf „Lower Than Atlantis“ hört, nicht wirklich neu, nicht wirklich innovativ und vor allen Dingen definitiv nicht kritisch oder rebellisch.

Fazit: Lower Than Atlantis sind nicht die innovativsten oder einzigartigsten Musiker. Zumindest ihrem neuesten Output nach zu urteilen. Schlussendlich gibt der Erfolg ihnen aber Recht und von der in Richtung Mainstream schielenden Stilrichtung abgesehen, lässt sich dem Quartett kaum etwas vorwerfen. Im Rahmen der Genrekonventionen schaffen es die Briten, interessante Songs zu komponieren und mit oft groovigem, manchmal auch funkigem Riffing zu überzeugen. Ob man die Richtung der Band mag, muss jeder selbst entscheiden, sollte die Antwort auf diese Frage allerdings „Ja“ lauten, findet man mit dem vierten Lower Than Atlantis-Longplayer ein definitiv überdurchschnittliches Album mit guten Kompositionen, die sich positiv von ähnlichem Material der Genrekollegen abheben.

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