Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Lower Definition: The Greatest Of All Lost Arts

Astreiner Post-Hardcore, der gesanglich ein wenig, aber nicht zu stark, an Emocore angelehnt ist
Wertung: 8/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 44:2
Release: 08.07.2008
Label: Ferret Music

Lower Definition kann man mit "geringere Begrenzung" übersetzen – und das passt auch ganz hervorragend, denn die junge Band aus San Diego, die bisher nur eine EP namens „Moth“ in Eigenregie veröffentlicht hat, bedient sich in der Tat an mehreren Genres und begrenzt sich nicht auf eine Schublade. Anfang Juli erscheint nun das erste offizielle Album „The Greatest Of All Lost Arts“ und verbindet größtenteils klaren, melodiösen Gesang mit härteren Sounds.

Der Opener „To Satellite“ beginnt mit akustischen Klängen, welche aber schnell von härteren Riffs abgelöst werden, die sogar ein klein wenig an Doom erinnern, besonders wenn die Double-Bass zur Attacke ansetzt. Der klare Gesang weiß deutlich zu überzeugen, aber mir persönlich gefallen die Screaming-Passagen noch um einiges mehr, da sich dies mit dem härteren, instrumentalen Teil des Songs besser vereint.

„Versus Versace“ besticht da vermehrt durch sehr schöne Shred-Gitarren und die Screaming-Einlagen, doch trotz allem fehlt die Melodie im Refrain nicht. Die Gitarren scheinen im Refrain dezent aus dem Hintergrund zu kommen und dann mit ordentlich Power einzuschlagen, wenn die Double-Bass ebenfalls wieder zum Zuge kommt.

Mein Favorit der CD ist „The Ventriloquist“, welcher durch aggressive Passagen besticht, die in einem furiosen, melodischen Finale enden und schon beinahe an den Übersong „Armageddon“ von Emarosa erinnert. Wer es gerne etwas langsamer hat, wird mit „Namaskar“ gut bedient sein, auch wenn dieser Song trotz des langsameren Tempos nur knapp zwei Minuten lang ist. Wuchtige Akkorde unterliegen verfrickelten Gitarren-Spielereien und erzeugen eine echte Gänsehaut-Stimmung.

Eine Band, die ihre Instrumente / ihre Stimme durchaus zu benutzen weiß und perfekt aufeinander abgestimmt ist – aber was erwartet man auch bei einer Band, deren Mitglieder schon in der 10. Klasse aus dem Unterricht geholt wurden, um eine Show für Saosin zu eröffnen?

Genau danach klingt die Platte: Astreiner Post-Hardcore, der gesanglich ein wenig, aber nicht zu stark, an Emocore angelehnt ist.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna