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Lovex: Guardian Angel

Eine verdammt coole Rocknummer
Wertung: 8/10
Genre: Rock, Gothic Rock
Spielzeit: 3:56
Release: 05.01.2007
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Ich gebe es ja offen und ehrlich zu: Als ich erfahren habe, dass sich mal wieder eine Promo-CD von einer finnischen Goth´ n´ Roll - Band auf dem Postweg zu mir befindet, habe ich nicht nur innerlich gehörig die Augen verdreht... Auch wurden meine ersten Befürchtungen mit dem Lesen der (m.u. doch recht vollmundigen) Bandinfo bestätigt = Lovex stünden u.a. in der musikalischen Tradition solch europaweiter Exportschlager wie Negative, Malice in Wonderland, The Rasmus und (natürlich) HIM. Im Grunde genommen für sich alles Formationen, die zwar jede für sich eine Form von „Authenzität und Eigenständigkeit“ beanspruchen möchten, sich letztendlich aber dennoch alle irgendwie „x-beliebig und austauschbar“ anhören.

Entsprechend emotionslos harrte ich der Dinge, die da kommen sollten und legte eher gelangweilt die Single-CD von “Guardian Angel“ in meinem Player ein... Doch was ich dann in den folgenden vier Minuten hören sollte, liess meine Stimmung aber schlagartig wieder besser werden: Butterweiche Elektro-Gitarrenriffs im klassischen Glam Rock - Style, kombiniert mit einem harmonischen (aber sehr subtilen) Modern-Metal Einschlag und fast schon symphonischen Keyboardmelodien. Ein Rhythmus, der ebenso schnell ins Blut geht, und wieder der hymnenhafte Refrain aus dem Munde von Frontmann Theon. Ein absoluter Hochgenuss!

Hat man sich “Guardian Angel“ so ca. 3 - 4 mal zu Gemüte geführt, entfaltet der Song sogar so etwas wie ein Suchtpotenzial und man sucht entsprecht oft die Repeat-Taste auf der Fernbediehnung... Doch woran liegt das alles? Sicherlich erfinden diese ungestümen Finnen den melodischen Gothic Rock nicht neu. Und ja, sie erfüllen auch mit ihrem verwegenen, durchgestylten und klischeehaften Auftreten sämtliche Anforderungen einer Teenie-Gothic-Band aus der “Bravo“. Aber wieso kann sich das Sextett von Lovex dennoch erfolgreich von jenen „gleich gearteten Combos“ abheben? Meine persönliche Meinung lautet dazu wie folgt: Zwar bedienen sich die jungen Herrschaften aus „Rock City“ Tampere rein optischen den Dogmen der Gothic-Szenem verzichten aber zugleich auf jene aufgesetzte, pseudo-melancholische Einsprengsel in ihrer Musik.

“Guardian Angel“ ist einfach eine verdammt coole Rocknummer geworden, zu der sich lautstark feiern und tanzen lässt. Der Song hat Charisma. Er versprüht eine so ungemein positive Stimmung und bietet zugleich eine großartige Melange aus geschliffener Moderne und roher 80er Jahre Glam Rock - Attitüde. Definitiv hat man mit “Guardian Angel“ den richtigen Einstieg in Deutschland gewählt und lässt zugleich die Vorfreude auf das Debütalbum “Devine Insanity“ doch ungemein ansteigen (auch wenn es diesbezüglich bis jetzt leider noch keinen endgültigen Release-Termin in Deutschland gibt).

Anmerkung: Ganz traditionsbewusst gibt es aus dem Hause “Gun Records“ zwei unterschiedliche Kaufversionen von “Guardian Angel“ zu erwerben: Nämlich einmal die preiswerte 2-Track-Single, sowie die aufgestockte 4-Track-Premium Version. Zur redaktionellen Besprechung lag allerdings leider nur eine gesonderte 1-Track-Promo Single vor.

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