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LoveHateHero: America Underwater

LoveHateHero präsentieren munter-seichten Teenie-Core
Wertung: 6.5/10
Genre: Poppunk, Emocore
Spielzeit: 33:24
Release: 27.11.2009
Label: Ferret Records

Die 2004 gegründete Band LoveHateHero wirft nicht gerade mit innovativen Ideen um sich. Auf ihrem dritten Album „America Underwater“ präsentieren sie sich eher als poppunkige Combo mit ein bisschen Core-Einfluss, verteilen Ohrwurmmelodien wie andere Leute Visitenkarten und sind vor allem alles andere als Post-Hardcore, auch wenn sie in fast allen Internetportalen als selbiges bezeichnet werden. 

Die Kalifornier haben trotz ihrer bisher recht kurzen Karriere schon ein Besetzungskarussell hinter sich, bei dem einem schwindlig werden kann: Mitten in einer ausverkauften Headliner-Tour warfen gleich drei von fünf Bandmitgliedern das Handtuch, einer von ihnen verschwand mitsamt dem Tourbus auf Nimmerwiedersehen. Mit nur zwei Leuten spielt es sich relativ schlecht, daher wurden in einer Nacht und Nebel-Aktion Drummer Scott und Gitarrist Myke mit ins Boot geholt; Kevin „Thrasher“ Gruft nahm bald darauf den Platz an der zweiten Gitarre ein. Während einer Tour vor drei Jahren verließ Myke schließlich die Band, wird aber bis zum heutigen Tag zumindest live durch den ehemaligen Gitarristen Josh ersetzt.

Ihr aktuelles Album spielten LoveHateHero als Quartett ein, was der rein technischen Qualität aber keinen Abbruch getan hat. Musikalisch muss man ihnen zugute halten, dass sie imstande sind, solide Songs zu produzieren, die man getrost fast alle als „eingängig“ bezeichnen kann. Tatsächlich startet die dritte Scheibe der Amis recht verheißungsvoll: „Saints And Sinners (His Story)“ startet mit einem ruhigen Intro und kommt dann mit sehr rasanten Drums daher; Sänger Pierrick und sein kongenialer Kollege Paris klingen zwar wie die typischen US Emo-Bands, haben aber wenigstens angenehme Stimmen und quäken nicht übermäßig. Der Titeltrack schlägt dann allerdings schon wieder eher in die Kerbe Poppunk á la Good Charlotte mit Emo-Touch und fällt der Skip-Taste zum Opfer.

Richtig spannend wird es erst wieder bei „Echoes“; das Intro mit dem wunderbaren Text „My problem is myself […] I hurt myself… I kill myself“ leitet den Song ein, dann folgen hämmernde Drums. Der Refrain kommt wieder typisch für LoveHateHero daher, gerät aber etwas härter als der Rest der Platte und bildet den ersten richtigen Core-Song mit geilen Breaks und einem Moshpart, den man den eher zahmen Jungs so gar nicht zugetraut hätte. Die restlichen Stücke bilden – leider – kaum Highlights, decken aber das gesamte Repertoire der Band ab. Von ruhigen Songs, die sich langsam steigern („Wait To See You“) über extrem penetrante Ohrwürmer („Pants Off Dance Off“) bis hin zum außergewöhnlich experimentierfreudigen „Come And Get It“, das sich recht dramatisch gestaltet, ist alles dabei, was das Herz begehrt. Erst bei „Too Little, Too Late“ wagen sich LoveHateHero noch mal in härtere Gefilde und überzeugen mit Shoutings, die man auf der Platte gerne öfter gehört hätte.

Fazit: Die dritte Full Length des kalifornischen Quartetts macht beinah durchweg den Eindruck, als könnte sie auf einer Party amerikanischer Teenager laufen, die Popmusik kindisch und härtere Musik furchteinflößend finden. Bis auf wenige Ausnahmen kommt man nicht umhin, sich blonde Mädels zwischen 15 und 20 vorzustellen, die bei einem Konzert der Band in der ersten Reihe stehen und kreischen wie am Spieß. Für alle, die sich dieser Vorstellung hingeben wollen, ist „America Underwater“ sicherlich wunderbar, alle Fans der härteren Gangart können sich zumindest am Titel erfreuen. 

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