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Lost Division: Kings Don't Fall

Mitten im grauen Einheitsbrei
Wertung: 5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 32:58
Release: 24.06.2007
Label: Eigenproduktion

Es gibt immer diejenigen Musikredakteure, die über bestimmte Hypes und die den Markt überflutenden Durchschnittsbands meckern, und es gibt diejenigen Bands, die dieses Klischee bedienen. Leider gehören auch Lost Division zur gesichtslosen Masse an Metalcore-Horden.

Die fünf Herren aus Österreich sagen von sich selbst, dass sie Elemente des Death, Black und Thrash Metals und des Hardcores benutzen. Heutzutage reicht es aber nicht mehr, Anerkennung zu erlangen, indem man diese Elemente einfach zusammenschmeißt. Der Hybrid muss dieser Tage wirklich von Innovation zeugen, dass er sich im hart umkämpften Markt durchsetzen könnte. Lost Division schaffen es leider nicht, diese Qualität zu bringen und verschwinden im grauen Einheitsbrei, trotz eigentlich recht ordentlicher Momente.

Wie schon angesprochen sind die Kärntener nun wirklich nicht schlecht, aber mit uninspiriertem Stakkato-Riffing, hyperaktivem Hardcore Shouting im Wechsel mit deplatzierten Heulbojenklargesang und einem Keksdosenschlagzeug lässt sich nichts mehr reißen. Auch nach geschätzten 15 Durchläufen des Albums will einfach kein Song so richtig hängen bleiben. Kaum eine Melodie fräst sich in die Gehörgänge, Austauschbarkeit bestimmt das Bild. Ich könnte, wenn ich den Text nicht beächte, nicht sagen, welches Stück gerade spielt und auf welcher Position sich dies etwa auf der Platte befindet.

Dennoch hört man die Spielfreude heraus und ein Liveauftritt der Recken aus dem Alpenstaat wäre sicherlich ein lohnendes Erlebnis mit Moshpit-Garantie. Denn für Party braucht es nicht unbedingt Erstklassigkeit, das haben nämlich schon ganz andere Größen im Musikgeschäft bewiesen. Es ist nicht zu leugnen, dass Songs wie „On My Own“ einen netten Emo-Punk-Groove vorweisen können oder Lost Division mit „Like A Disease“ auch mal ein richtiges Hammerriff auffahren, aber solch nervige Interludien wie das titelgebende „Kings Don't Fall“ oder auch nicht enden wollende Moshsalven wie in „Answer The Question“ zehren an den Nerven.

Auch mit den Texten betritt man keine neuen Pfade. Scheinbar gesellschaftskritische Anti-Attitüden treffen auf persönliche Kampfparolen gegen sich selbst und die Welt. Schön zu sehen, dass die Jungs ihren Stil nicht brechen und einen schreienden Mann im Chaos auf dem Cover präsentieren – einer gegen alle?!

Was Bands wie Neaera oder As I Lay Dying aufs beste verstehen zu zelebrieren, schaffen Lost Division mit „Kings Don't Fall“ keinesfalls. Potential ist auf dieser Demo sicherlich vorhanden, aber zum aktuellen Zeitpunkt kann dem Metalcore-Output keine große Priorität beigemessen werden, es versinkt schlicht im Meer an Veröffentlichungen, die meistenteils auch leider eine wesentlich bessere Produktion dank Label im Rücken vorweisen können. Angesichts der Vertragswut einiger Plattenfirmen in diesem Genre würde es mich trotzdem nicht wundern, sollte Lost Division bald mit fetter Promoaktion das ein oder andere musikalische Vorbild auf Tour supporten und ein Debüt-Album herausbringen.

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