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Loneload: Love Would Never Work

Nicht einmal Karaoke-Niveau
Wertung: 2/10
Genre: Rock, Folk, Grunge
Spielzeit: 29:36
Release: 15.10.2010
Label: Eigenproduktion

Laura Liparulo mag hierzulande kein Mensch kennen, in ihrer Heimat Italien ist die Dame aber seit Jahren in der Musikszene umtriebig. Die Gitarristin und Sängerin hat sich schon in Classic-, Power- und Thrash-Metalbands ihre Brötchen verdient, außerdem in lokalen Hard Rock- und Grunge-Coverbands gespielt und via Myspace – wo auch sonst – einige Akustikdemos veröffentlicht. „Love Would Never Work“ ist also folgerichtig das erste Studioalbum der Songwriterin.

Nun gibt es hier gleich mehrere Aspekte, die die Schreiberin dieser Zeilen skeptisch werden lassen. Erst einmal sind in der Vergangenheit nicht unbedingt massenhaft musikalische Perlen aus dem Land mit dem Stiefel zu uns herübergeschwappt – man denke nur an die grausigen Future Is Tomorrow zurück. Der Fakt, dass die Dame sich unter anderem in Classic- und Power-Metal-Bands verdingte, macht die Sache nun nicht unbedingt einfacher, gehören doch beide Genres nicht unbedingt zu meinen favorisierten Stilen. Und last but not least sprengt die Genrebeschreibung fast den Promozettel: Rock, Grunge, Metal, Electronic, Folk, Powerpop – all das will Frau Liparula in ihrem Projekt Loneload verwurstet haben. Man kann nur gespannt sein, wie das am Ende klingen mag.

Mit gerade mal einer halben Stunde Spielzeit fällt „Love Would Never Work“ recht kurz aus, aber das soll sich nur als Pluspunkt herausstellen, wie wir später feststellen werden. Los geht es mit „EinsteiN“ und etwas, das theoretisch ein Hard-Rock-Riff der Achtzigerjahre-Schule hätte werden können, aber relativ schnell durch Lauras gewöhnungsbedürftige Stimme im Keim erstickt wird. Etwas entrückt klingt die Gute, um nicht zu sagen, völlig zugedröhnt, und so ist es wenig verwunderlich, dass nach nur anderthalb Minuten der zweite Song „Bad Kitchen“ einsetzt. Wäre die Stimme nicht, hätte man hier einen schönen, wenn auch recht simpel gestrickten Rocksong vorliegen.

Ähnliches gilt für „Into The City Centre“, nur dass Lauras Gesang jetzt ein Stück weiter in den Hintergrund gemischt wurde, was aber die Tatsache nicht verschleiert, dass die Dame nur wenige bis gar keine Töne trifft. Teils schreddernde Gitarren verstärken nur den Eindruck, dass hier irgendwie nichts so recht zusammenpassen will.

In den ersten Sekunden von „Rotten Lone“ zuckt man unwillkürlich zusammen: Hat die Dame hier etwas „Sweet Child O’Mine“ von den almighty und damals noch großartigen Guns N’ Roses gecovert? Zum Glück nicht, das wäre sicherlich ein Massaker des guten Geschmacks geworden. Ein bisschen erinnert Lauras recht tiefe Stimme hier an The Distillers-Frontfrau Brody Dalle, nur dass die Italienerin um einiges entrückter klingt, was vermutlich mit an dem leichten Hall liegt. Man hat irgendwie immer so ein bisschen das Gefühl (übrigens nicht nur bei diesem Song), dass die Sängerin so auf Drogen ist, dass sie sich regelrecht von Zeile zu Zeile hangeln muss. So macht das „Hörerlebnis“ natürlich wenig Spaß, zumal Laura ab und an wie eine nur minder begabte Hobbysängerin klingt.

„To Alex“ wartet zumindest mit einigermaßen interessanten Gitarren auf, auch wenn das Songwriting insgesamt eher enttäuschend ausfällt. Beim Rausschmeißer „Goodnight“ scheint sich Laura noch mal schwer zusammenzureißen, um stimmlich eine einigermaßen passable Figur abzugeben, aber irgendwie will der Versuch nicht so ganz fruchten. Dieses ständige desinteressiert wirkende Geleier ist auch der Hauptgrund, wieso man hier keine hohe Punktzahl erwarten kann – zwar sind auch die Instrumentals nicht unbedingt die Erfindung des Rades, aber der Gesang zieht die ganze Platte nochmal beträchtlich nach unten. Vielleicht sollte sich Allrounderin Laura doch nach einem/einer separaten Sänger/in umsehen? Schaden kann es sicher nicht.

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