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Lone Gunmen: Dawn

Grundsolides Groove-Thrash-Brett für Fans von Pantera und Co.
Wertung: 6/10
Genre: Groove-Thrash
Spielzeit: 19:10
Release: 31.12.2016
Label: Eigenproduktion

Lone Gunmen heißt das Siegener Quartett, welches mit „Dawn“ seine Debut-EP vorlegt. Diese bietet guten, soliden Groove-Metal im Stile von Pantera ohne groß zu überraschen. Die EP kommt in einem einfachem Pappschuber, besticht aber durch ein cooles Artwork. Alle Songs gehen gut ins Ohr, peitschen schön nach vorne und regen dazu an, mal spontan einen Moshpit zu starten.

„Scaling Chicanes“, der mit 1:53 mit Abstand kürzeste Song der Platte, sei hier zunächst einmal positiv hervorzuheben. Gaspedal durchdrücken und ab geht die Post, während Sänger Hendrik dazu anleitet, doch bitte alles zu zerstören. Hier regieren simple, kompromisslose Riffs der Marke Pantera und die Drums wechseln synchron dazu zwischen groovigen Parts und Doublebass-Attacken. Eindeutig der bessere Opener! Im Anschluss fährt „Atrophy“ dann auch alle Trademarks auf, die eine amtliche Groove-Thrashscheibe braucht: geile Dynamiken, rotziger Gesang, fiese Growls und einen „Ich bin der härteste Typ der Welt“-Text, der so auch aus der Feder von einem gewissen Herrn Anselmo stammen könnte. Auch Sänger Hendrik zeigt hier beim Wechsel zwischen halb gesungenen Parts, Growls und Screams eine gute stimmliche Variabilität.

Ansonsten kommen die Siegener ein bisschen schwer in die Gänge. Die ersten beiden Tracks, „Rebel Inside“ und „U.A.V“ sind etwas zu verkopft und uneigenständig. Der Funke springt hier einfach noch nicht über. Generell fehlt es „Dawn“ an Abwechslung; um wirklich dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben, wirken die Songs untereinander doch sehr austauschbar. Die Ausnahme ist „What Remains“, der auch gleichzeitig den Abschluss der EP bildet. Hier handelt es sich um eine Crowbareske Midtempo-Doom-Nummer, bei der sich aber nur noch deutlicher zeigt, dass Lone Gunmen bei höherem Tempo definitiv stärker sind.

Was bleibt ist eine durchaus solide erste EP, die sich Fans der oben genannten Bands bedenkenlos zulegen können.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“