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Lolita KompleX: All The Things She Said

Lolita KompleX melden sich zurück
Wertung: keine Bewertung/10
Genre: Gothic-Lolita-Metal-Rock-Cabaret
Spielzeit: 11:35
Release: 11.01.2013
Label: Echozone

„All The Things She Said“, da klingelt doch was. Da war doch mal ein russisches Pop-Duo mit dem Namen t.A.T.u die mit diesem Song und einem Video für Furore sorgten. Tabus wie Homosexualität wurden gebrochen und Erotik offen zur Schau getragen. In der sauberen, prüden Popwelt war das seinerzeit unglaublich. Ein Video zu einem anderen Song wurde gar in Deutschland und den USA zensiert, weil die Sängerin Wolkowa geschlagen und zum Ende hin erschossen wird („All About Us“). Sie bekamen schnell den Spitznamen „Pop-Lolitas“ und so ist es nicht weiter verwunderlich, warum die Band Lolita KompleX sich dem wohl bekanntesten Song der beiden russischen Diven widmen.

Und so liegt nach dem Debüt Album „Le Cabaret des Marionnettes“ (2011) die EP „All The Things She Said“ vor einem und sie umfasst drei Versionen des Songs und das Musikvideo zum Song. Irgendwie hat man dann doch mehr erwartet nach zwei Jahren als nur einen Cover Song aus dem Plastik-Pop-Geschäft, wenn auch der Song damals für Aufregung gesorgt hat.

Die erste Version von „All The Things She Said“ beginnt mit Regengeräuschen wie das Original, dann ertönt eine Stimme in russischer Sprache und anschließend legt Eve Evangel brüsk los und holt den noch zögernden Hörer direkt ab, packt ihn mit seiner Stimme am Schlafittchen, wird seinerseits von Kitty in a Casket gepackt und überlässt ihr den Gesang. Mit ihr haben sich die Wiener eine hervorragende Sängerin dazu geholt, die sich auch phantastisch im Video präsentiert. Hier erscheint es zeitweise, als wäre der Band nichts anderes eingefallen, als den früheren Song neu aufzunehmen, eine Sängerin dazuzunehmen und nachzusingen. Erst das Gitarrenspiel und die dann doch bessere Stimmbeherrschung geben dem Song etwas Eigenes. Der Song ist gut gemacht, die Pointen sauber gesetzt, dennoch hat Lolita KompleX hier nicht an ihr Debüt „Le Cabaret des Marionnettes“ anschließen können, das so facettenreich und individuell daher kam.

Nun haben wir aber noch den Remix von Lasergehirn und den zweiten von Kawaiiwerk. Und schon der erste Remix beginnt brüsker, schmutziger als die brave erste Version des Songs. Lasergehrin greifen in die Vollen beim Mixen und bringen mittig derart verzerrte Vocals zustande, dass der Zitterfaktor direkt ins Blut übergeht. So wird was aus dem einst braven Popsong. Das Chaos im Kopf lässt sich so wirklich begreifen, ja fast anfassen. Auch Kawaiiwerk bringen ihre Vorstellungen prima ein, wenn auch der Song nicht eine derartige Fahrt aufnimmt, wie von Lasergehirn, hier geht es weitaus ruhiger zu und die Vocals stehen glasklar und sauber im Vordergrund, wohingegen das Chaos durch die nahezu monotone Hintergrundmusik quasi veralbert wird.

Zu wünschen wäre eine schnelle Albumveröffentlichung, die ebenso einfallsreich wie das Debüt ist. Musikalisch haben sie mit der EP bewiesen, was sie können, jedenfalls in den Sphären, die der Song zulässt.

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