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Loits: Must Album

Weitestgehend eigenständig
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 43:42
Release: 04.06.2007
Label: Nailboard Records

Loits – noch eine den meisten wahrscheinlich eher unbekannte Band aus Estland, dafür aber mit einer beängstigenden Menge an (höflich ausgedrückt) Nationalstolz ausgerüstet. Sie bezeichnen ihren Musikstil als Pagan Black Metal, aber hören tut man hauptsächlich Black Metal, der eine deutliche Verbeugung in Richtung älterer Satyricon zu machen scheint, was beileibe keine schlechte Referenz ist.

Die sechs Mann spielen ihre Interpretation des Black Metals meist im Midtempo, getragen durch die abwechslungsreichen Gitarren und ein druckvolles Schlagzeug. Und, man mag es kaum glauben, es ist ihnen gelungen das Keyboard so einzusetzen, dass es weder gekünstelt noch komplett nervtötend klingt.

Die Texte sind komplett in Estnisch gehalten. Möglicherweise ist es auch ganz gut, dass man von den Songs dieses Albums (noch) keine Übersetzungen findet, denn wenn die in ähnlichem Stil gehalten sind wie beispielsweise bei der EP „Legion Estland“, würden sie dem Einen oder Anderen ebenso wie mir doch bitter aufstoßen.

Der positive Nebeneffekt ist es, dass diese Sprache den Songs noch einen ganz eigenen Schliff verleihen.

Neben dem Opener „Emaraud“, der besonders durch das peitschende Schlagzeug und den schönen Keifgesang des Herrn Lembetu auffällt, beschwören zumindest einige der „Knüppelpassagen“ auch Erinnerungen an längst vergangene Darkthrone-Zeiten herauf.

Besonders stark finde ich auch „Suudelde Neidu“, das sich durch den etwas schleppenderen Gesang, schöne Keyboardparts und ein sehr geiles Schlagzeug auszeichnet. Gerade an der schon fast soundtrackähnlichen Athmosphäre des Songs könnte es liegen, dass mir plötzlich die Assoziation zu The Vision Bleak durch den Kopf schwirrte.

Immer wieder tauchen auf der CD vereinzelte Elemente anderer Stile auf, so findet man bei „Veealune Valss“ klare Doom - Ansätze, die progressiven Elemente sind in fast jedem Song vorhanden und auch der Einsatz der Akustikgitarre gibt dem Ganzen dann doch die versprochene Folk Note.

Wer in der Lage ist, über zweifelhafte politische Ansätze einer Band hinwegzusehen, dem sei das „Must Album“ von Loits empfohlen. Eine weitestgehend eigenständige CD, an der man auch nach mehrmaligem Hören immer wieder Neues entdecken kann und die gerade die Leute, die Black Metal nicht nur hören, wenn die Produktion verspricht, dass es sich um tiefsten Underground handelt, denn auch die lässt fast nichts zu wünschen übrig. Runde Sache!

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