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Liquid Horizon: Revolutions

Eine melodisch-progressive Reise durch die Zeit
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Progressive Metal
Spielzeit: 56:0
Release: 12.10.2007
Label: Artist Service

In den letzten Jahren hat sich vorwiegend im mitteleuropäischen Raum eine Nische entwickelt, aus der zahlreiche Bands hervorgingen, welche die „Melodic Prog-Metal Szene“ an Bedeutung wachsen ließen. Mit „Liquid Horizon“ haben auch wir einen durchaus vielversprechenden Genre-Vertreter anzubieten, welcher mittlerweile seit 2000 seine Platten in regelmäßigen Abständen auf den Markt schmeißt und mittlerweile auf 2 EP´s und den Longplayer „Urban Legends“ zurückblicken kann.

Bei dem nunmehr vierten Werk der Mannheimer Truppe, welches auf den klangvollen Namen „Revolutions“ hört, handelt es sich um ein reinrassiges Konzeptalbum, welches sich ganz den politischen Umbrüchen und dem damit verbundenen Streben nach Freiheit verschrieben hat. Abgesehen von der rund 20-minütigen, in sich geschlossenen „French Revolution Trilogy“ folgen die einzelnen Songs nicht der chronologischen Reihenfolge der Ereignisse, sondern bilden eigens für sich stehende Episoden in der Geschichte der Revolutionen. Musikalisch beschreiten Liquid Horizon bereits bekanntes Terrain und somit hat sich seit ihrem letzten Output nicht allzu viel verändert. Will heißen, eingängige Melodien und Atmosphären treffen auf harte Gitarren und äußerst präzises Drumming.

Kommen wir jedoch zum Opener „Battle Entrance“, welcher zeitlich inmitten des 1. Weltkrieges angesiedelt ist und zu Beginn von harten, leicht verzerrten Gitarren begleitet wird, um alsbald vom ruhigen Mittelteil abgelöst zu werden, welcher mit einem dezenten Pianospiel und anschließendem Synthi-Solo aufwartet. „Sacrifice“ hingegen, behandelt die Geschichte des Georg Elsner und dem missglückten Hitler-Attentat und kommt als sanfte Ballade daher. In härteren Gefilden bewegt sich dagegen „Freedom“, welcher durchgehend von Heavy Metal-typischen Riffs durchzogen wird und passend dazu ein Schlachtszenario zur Zeit des Spartakus schildert.

Mit „Last Stand“ findet das Album schließlich den krönenden Abschluss. Thematisch will uns dieses Stück die amerikanische Unabhängigkeitserklärung ein wenig näher bringen, während es musikalisch erneut in die sanfte Kerbe schlägt. Überaus melodiös, stellenweise mit mehrstimmigen Vocals, sorgt die Instrumentierung an den entsprechenden Stellen für den nötigen Druck.

Nun, kommen wir zum Schluss. Abgesehen von dem Cover können die Mannheimer durchaus stolz auf ihr neuestes Machwerk sein. Die 4 Hessen können sich durch und durch vom Einheitsbrei abheben und müssen sich auch vor Genregrößen wie Queensryche oder Dream Theater nicht verstecken. Die Scheibe ist sauber produziert und liefert auch in Punkto Sound ein amtliches Ergebnis ab. Jedoch wäre ein wenig mehr Eigenständigkeit in Sachen Songwriting lobenswert gewesen.

Fazit: Letztlich lässt sich jedoch sagen, dass wir es hier mit einem gelungenen Stück Musik zu tun haben, welches man sich ruhigen Gewissens in den Plattenschrank stellen kann.

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