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Lifeless: Godconstruct

Ein reißender Fluss
Wertung: 8/10
Genre: Old School Swedish Death Metal
Spielzeit: 48:32
Release: 01.03.2013
Label: FDA-REKOTZ

Mit kirchlichen Chorälen sowie dunklem Glockenklang läuten Lifeless ihr aktuelles Werk ein. Nach ihrem Debüt 2007 erstmals öffentlich in Erscheinung getreten präsentieren die Dortmunder mit „Godconstruct“ unter dem Label FDA-Rekotz ihr zweites Album - auf dem Markt erhältlich als CD sowie auch im guten alten Vinyl-Format.

Von Beginn an spürt man die Leichtigkeit und beherzte Spielfreude, welche die vier Herren an den Tag legen. Blast Beats en masse fliegen dem Hörer höchst erfreulich um die Ohren. Ambitioniert brettern fette Riffs, akzentuierte Gitarren sowie flotte, zackige Drums durch die finstere Schwedentod-Gegend.

Laut Band-Info handelt es sich hierbei um pure klassische Death-Metal-Hymnen, welche in verrottete Ohren kriechen sollen. Und falls man auf Rauheit in Kombination mit emotionalen Melodien abfährt, dürfte man ihr Werk auf keinen Fall verpassen. Dies haben die vier Herren zusammengefasst doch schon mal recht zutreffend formuliert.

Die Growls des Fronters klingen räudig und derbe. Klirrende Gitarren in Verbindung mit einnehmenden Melodieverläufen schwirren zumeist durch von rasender Geschwindigkeit geprägte Songstrukturen. Ein Hoch auf den Meister am Schlagwerk, welcher präzise und locker-flockig aus dem Handgelenk seine Unterlage malträtiert und damit seine Mitstreiter sturmgewehrartig vorantreibt. Das Geschehen wirkt wie ein einziger reißender Fluss. Auch Parts im Midtempo-Bereich wirken ansprechend und gelingen groovig & unterhaltsam gut. An Abwechslungsreichtum fehlt es hier jedenfalls nicht. Diese Art von Sound weckt bisweilen leicht Erinnerungen an Klassiker wie Dismember, Grave oder Entombed. Allerdings demonstrieren Lifeless dies durchwegs mit recht eigenständigem Charakter. Auch nach mehrmaligen Runden auf dem Plattenteller läuft das Teil kaum Gefahr in den Langeweile-Modus zu stolpern. Das Ganze gestaltet sich sehr professionell und kommt verpackt in einem traditionellen Sound-Gewand, versetzt mit einem Lüftchen frischen Wind daher.

Hervorzuheben wäre desweiteren noch das attraktive Old-School-Cover-Artwork im Stile von In Flames„The Jester Race“. Hierfür verantwortlich zeichnet sich der Sänger und Gitarrist Marc N., welcher auch für die Lyrics zuständig ist. Produziert, gemixt und gemastert wurde das Album von Martin Bondzio in der Anubis Klangwerkstatt. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen: Umrahmt von einem authentischen Sound gehen die vier Musiker temperamentvoll und leidenschaftlich zu Werke und zelebrieren „Godconstruct“ mit jeder Menge Herzblut plus einer doppelten Portion Unterhaltungswert.

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