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Leviathane: Mistery

Zu austauschbar und zu gesichtslos
Wertung: 4/10
Genre: Power Metal, Gothic Metal
Spielzeit: 35:18
Release: 13.06.2006
Label: OTR Productions

Erst Schülerband, dann über „Dragonlord“ und „Leviathan“ zu „Leviathane“. So in etwa lässt sich kurz die Bandgeschichte der Schweizer Formation zusammenfassen. Was 1999/2000 begann, gipfelt jetzt im ersten, vollständigen Album „Mistery“. Davor gab es noch eine Promo-EP namens „Overwork“, von der es der Titeltrack und der letzte Song („We Are Not Forever“) nochmals mit aufs neue Album geschafft haben. 

So will ich Leviathane getrost als Newcomer bezeichnen, die versuchen, im bunten Metalzirkus Fuß zu fassen. Und das mit den Stilmitteln Heavy Metal/Power Metal inkl. Keys und einer Frontfrau. Also etwas, was im Moment nicht gerade selten vorzufinden ist. Doch egal, schließlich haben sich Kapellen wie Nightwish, Within Temptation oder auch Lacuna Coil schon lange in die Herzen tausender Fans gespielt. So ein Konzept geht also auf.

Doch neben einer schicken Frontfrau und einer professionellen CD-Aufmachung kommt es hauptsächlich auf die Klasse der dargebotenen Musik an. Logischerweise. Und genau da müssen Fans ähnlicher Kapellen mehr als große Abstiche hinnehmen, wenn sie sich „Mistery“ für den heimischen Player zulegen. 

Für mein Empfinden kommen die Schweizer zu keinem Zeitpunkt über den Status „Demo-Qualität“ hinaus. Das betrifft sowohl die Produktion aber ganz besonders das Songwriting. Nicht das die Platte unhörbar wäre, soweit würde ich nicht gehen, doch liegt gerade bei den Arrangements der Songs vieles im Argen. Über das gesamte Riffing erstreckt sich eine Monotonie im Stil von „mehr als tausendmal schon gehört“. Und da auch die Sängerin einen zum Teil guten aber meistens eher durchwachsenen Job erledigt, sehe ich kaum Chancen, dass Leviathane, wenn auch nur im Underground, einen Stück vom „Frauen-Metal-Kuchen“ abbekommen werden.

Songs wie „Overwork“ oder „Dreamcatcher“ haben zwar ein paar annehmbare Melodien, jedoch bleibt der Rest einfach auf der Strecke, sprich gute Riffs und die oben erwähnten Arrangements. Schade finde ich, dass die Frontdame nicht ihr gesamtes stimmliches Fassungsvermögen ausschöpft, sondern eher monoton vor sich hin singt. 

Bei „Into Damnation“ strapazieren Leviathane aufs Äußerste die Geduld des Zuhörers. Klar prägt sich eine Refrainzeile ins Hirn ein, wenn sie oft wiederholt wird. Doch übertreibt man es damit und klingt die Melodie dazu noch eher unoriginell, freut man sich wie ein Schneekönig, wenn der Player auf den nächsten Titel springt. 

Für die übliche Powerballade musste „Alone“ herhalten und in „Hear My Call“ gibt ein bisschen Kursänderung Richtung symphonischen Black Metal inkl. Kreischgesang. Ok, ich hab schon Schlechteres gehört aber leider auch viel zu viel, was einfach besser klingt.

So bleibt mir nur als abschließendes Fazit, dass mich Leviathane mit ihrem Debüt nicht überzeugen konnten. Zu austauschbar und zu gesichtslos plätschert das Album vor sich hin. Da mag man mit einem großen Label im Rücken noch die ein oder andere CD an den Mann oder die Frau bringen können, so jedoch wird die Band auf ihren Zweitling setzen müssen, an dem sie wohl schon fleißig arbeiten. Vielleicht wird’s dann besser und ich muss beim Titel des letzten Songs „We Are Not Forever“ nicht andauern denken… „Watt´n Glück“.

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