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Ewig

Letzte Instanz: Ewig

Höhepunkt der Trilogie
Wertung: 8.5/10
Genre: Rock, Gothic
Spielzeit: 59:00
Release: 31.08.2012
Label: Dakkar

Seit nunmehr 15 Jahren treiben die Herren von Letzte Instanz ihr musikalisches Unwesen. In dieser Zeit konnte man einige Musikerwechsel verzeichnen und keiner schien so prägnant wie der Wechsel der Frontmänner, stellte sich hiermit doch ebenfalls eine musikalische Richtungsänderung ein. Die Vielfalt der Stile wich immer mehr dem geradlinigen Rock. Dies kam besonders mit Anfang der Trilogie „Schuldig“ deutlich zum Tragen und zugegebenerweise hat dieser Weg nicht jedem gefallen. „Heilig“ folgte seinem Vorgänger in allen Belangen. Mit „Ewig“ liegt nun das Ende der Geschichte vor, deren roter Faden durchaus nicht immer leicht erkennbar ist.

„Aeternitas“ läutet „Ewig“ ein und dies geschieht auf eine äußerst brilliante Art und Weise. Der Zusammenhang zwischen "Heilig, Schuldig und Ewig" wird als Monolog des Sängers dargebracht. Dies wird von sphärischen Klängen untermalt, die durch die eingesetzten Trommeln eine besondere Intensität erhalten. Der Titelsong schließt sich ohne Pause an. Ruhig gehalten, kann sich die Stimme von Holly voll entfalten und der Song bekommt damit eine tiefe Eindringlichkeit. „Nur für Uns“ lässt den Streichern viel Raum, sprüht vor Energie und dürfte sich besonders live als Kracher erweisen. Wogegen mit „Blind“ eine Ballade zu hören ist, die über gute Soloeinlagen verfügt und zusätzlich noch ein Duett mit Eisblume bietet.

„Regenbogen“ wirkt anfangs etwas unscheinbar, aber der Refrain, der sehr schleppend gestaltet wurde, bringt das gewisse etwas in den Song. Und hiermit beginnt der Mittelteil des Album, welcher besonders gut gelungen ist. „Wieder einmal Rot“ erweist sich nicht nur lyrisch als gelungen, sondern kann mit der Swing-Note ebenfalls punkten. Stimmlich besonders interessant, denn hier zeigt der Frontmann sich von einer anderen Seite, die ihm bestens zu Gesicht steht.

In „Schwarzer Sand“ kommt eine ungewohnte Härte zum Vorschein. Die Gitarren sind von einer ausgeprägten Dominanz, jedoch wird  den Streichern ebenfalls ausreichend Raum gelassen. Das Instrumentalstück „Et In Arcadia Ego“ wirkt ebenso hart, drückend und verfügt zusätzlich über experimentelle Züge, die zusätzliche Reize verschaffen.

Hiernach wirkt „Von Anfang an“ eher wie ein biederes Pop-Liedchen. Aber auch ohne diese Vorgänger, kann man dem Song seine Radiotauglichkeit bescheinigen. Nachdem sich auch der folgende Titel in ruhigen Gefilden tummelt, lassen es Letzte Instanz mit „Schuld“ wieder ordentlich krachen und bieten zusätzlich einen aufrüttelnden Text an. „Sing!“ hätte ebenso von einem der ersten Alben stammen können. Treibend und in die Beine gehend kommen hier auch die Fans der ersten Stunde noch mal auf ihre Kosten.
„Mein Kind“ ist der Abschluss und damit endet „Ewig“ mit einer stimmungsvollen, gelungenen Ballade.

„Ewig“ bleibt ebenfalls auf dem beschrittenen Weg, vermag aber wieder mehr Abwechslung zu bieten. Rockig, mit ausgefeilten Arrangements und guten Songwriting, stellt die Scheibe den Höhepunkt der Trilogie dar. Das die Letzte Instanz über ein gutes handwerkliches Vermögen verfügt, war bisher schon unbestritten. Bei diesem Album scheint man allerdings nochmals gewachsen und die Einzelleistungen treten noch stärker hervor. Die stimmlichen Variationen tun dem Album ebenso gut, wie die ausgeprägten Schlagzeugparts. Fazit: gelungenes Album!

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