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Leng Tch'e: Marasmus

Ein mit Sicherheit überdurchschnittliches und gutes Grindcore - Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Grindcore
Spielzeit: 39:50
Release: 09.03.2007
Label: Relapse Records

Ich persönlich bin ja nicht der allergrösste Grindfan, aber was die Belgier von Leng Tch’e mit ihrem neuen Album “Marasmus” von der Leine lassen, ist wirklich beachtenswert. Wie oft schon hat man Platten aus dem Grindsektor gehört, die nicht nur unglaublich vorhersehbar, sondern auch unglaublich langweilig waren? Leider viel zu oft!

Man sollte manchen Bands endlich mal erklären, dass möglichst bestialischer Gesang, ultraschnelle Songpassagen und typische Coreanteile allein noch lange kein gutes Album machen; eher im Gegenteil. Eine andere Möglichkeit wäre es, ihnen “Marasmus” in den CD - Player zu legen, denn dieses Album zeigt, dass man auch heute noch interessanten, unkonventionellen Grindcore spielen kann.

Wer sich übrigens fragt, was es mit diesem merkwürdigen Bandnamen auf sich hat, dem sei gesagt, dass Leng Tch’e - vom Chinesischen ins Deutsche übersetzt - “1000 Stücke” bedeutet. Markenzeichen der Band sind die beeindruckenden technischen Fähigkeiten, die an Präzision kaum zu überbieten sind, und die Fähigkeit, diese auch punktgenau einzusetzen.

Es ist schon imposant zu hören, wie oft der Takt in den einzelnen Songs wechselt und diese hierdurch immer neue, unerwartete Wendungen nehmen. Diese Wendungen machen das Album allerdings zu einer nervenstrapazierenden Aufgabe, denn als Hörer benötigt man schon die ein oder andere ruhigere Minute, um wieder nach Luft zu schnappen.

Songs wie “Lucid Denial”, “The Divine Collapse” oder “Obsession Defined” sind aufgrund der vielen Taktbrüche und der oftmals verdammt hohen Geschwindigkeit einfach sehr anstrengend. Selten habe ich so wütende und hasserfüllte Songs gehört. Hier reihen sich auch hardcorelastigere Nummern wie “ 1-800-Apathy”, der Titelsong oder “Confluence Of Consumers” nahtlos ein, die klar zu den besten Stücken auf “Marasmus” gehören.

Typisch für dieses Genre fehlen mir persönlich aber (so simpel es auch klingen mag) auch auf “Marasmus” Passagen, die sich wirklich ins Grosshirn brennen, was es schliesslich unheimlich schwer und sinnlos macht, auf einzelne Songs weiter einzugehen.

Dennoch gefallen mir Leng Tch’e weit besser als fast alle anderen Szenebands, denn wenngleich man von “Marasmus” nicht so richtig viel mitnimmt, so hat man doch unheimlich viel Spass beim Hören des Albums und heftige Songs wie “The White Noise” oder “Submissive Manifesto” laden einfach dazu ein, wie wild durch die eigenen vier Wände zu spurten und alles in Schutt und Asche zu zerlegen.

Fazit: “Marasmus” ist ein mit Sicherheit überdurchschnittliches und gutes Grindcore - Album, dass beim Hören auch sehr viel Freude bereitet. Genrefans sollten sich mit dem Namen Leng Tch’e unbedingt vertraut machen, wenn sie dies noch nicht sind.

Auf www.myspace.com/lengtche stehen für Euch auch einige Hörproben bereit. Also schaut mal vorbei!

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