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Legion Of The Damned: Malevolent Rapture – In Memory Of...

Ein geniales Album, das mit Bonustracks verziert wurde
Wertung: 9/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 39:14
Release: 10.02.2012
Label: Massacre Records/Soulfood

Bevor jetzt gleich jemand „Abzocke!“ schreit – erst mal ganz langsam. Der Hintergrund der Wiederveröffentlichung des erst sechs Jahre alten Debütalbums der Holländer von Legion Of The Damned hat einen nicht sehr schönen Grund. Vor ziemlich genau einem Jahr hat sich der frühere Bassist der Band, Twan Fleuren, das Leben genommen. Aus diesem Grund wurde der ersten Platte der Thrasher wieder neues Leben eingehaucht. Zusätzlich wurden fünf Bonustracks auf den Rundling gepackt und eine Bonus-DVD wurde auch noch dazugegeben. Abzocke sieht anders aus.

Das Album hat in Szenekreisen längst Kultstatus erreicht, was nicht schwer nachvollziehbar ist. Es befinden sich ja gleich mehrere Hits und die Bandhymne „Legion Of The Damned“ auf dem Rundling.  Der rohe Sound der Platte hat bereits bei der Erstveröffentlichung für Furore gesorgt und auch bis heute ist er nicht abgegriffen. Die Gitarren sägen wie die Weltmeister, die Bassdrum rumpelt und Frontmann Maurice setzt mit seinem kehligen Gesang das i-Tüpfelchen auf die Musik.

Was soll man zu den Songs viel sagen? Der Opener „Legion Of The Damned“ ist inzwischen die Hymne der Band schlechthin. Es vergeht kein Gig der Band, ohne dass das Lied lautstark gefordert wird. Mit seinem einprägsamen Refrain, der aus dem Bandnamen besteht, ist der Song die perfekte Mitgröhlnummer. Im oberen Mid-Tempo angesiedelt geht die Nummer direkt in die Nackenmuskeln und zwingt einen förmlich den Kopf zu schütteln.

Natürlich ist der Song nicht der einzige Kracher auf dem Album. Bereits das zweite Stück, „Death's Head March“, zeigt, dass die Luft noch lange nicht raus ist. Im ähnlichen Stil wie der Opener trifft das Lied wie ein Schlag direkt in die Magengrube.

Einen schlechten Song gibt es auf der Platte nicht. Legion Of The Damned nehmen vom ersten bis zum letzten Song den Fuß nicht vom Gaspedal. „Werewolf Corpse“, „Malevolent Rapture“ oder auch „Demon Fist“ und „Bleed For Me“ – es gibt praktisch nur absolut brutale Kracher auf der  Scheibe. Das Besondere ist aber, dass die Lieder selbst heute noch die gleiche brachiale Wirkung entfalten wie bei der Erstveröffentlichung.

Beachtenswert ist auch das Bonusmaterial. Da gibt es zum einen die fünf Bonustracks, von denen vor allem der letzte ganz besonders interessant ist. Andy Classen hat „Malevolent Rapture“ neu gemischt und dem Lied somit einen Hauch des aktuellen Sounds verliehen. Die mitgelieferte DVD ist auch sehenswert, weil die fünf Kapitel des Silberlings keinerlei gestellte Szenen enthalten, sondern eher zufällig gefilmt wurden und somit einen recht intimen Einblick in die Band Legion Of The Damned zulassen.

Für wen ist das Teil nun interessant? Fans der Band, die die erste Scheibe nicht haben (falls es da überhaupt jemanden gibt) sind die allererste Adresse. Besser kann man diese Lücke unmöglich füllen. Auch nicht so mit der Band vertraute Thrasher können getrost zuschlagen. Einen besseren Einstieg in die Materie Legion Of The Damned kann man kaum haben. Problematisch wird es, wenn man das Album schon im Original besitzt. Dann sollte man sich schon genau überlegen, ob die Bonusfeatures praktisch eine Doppelanschaffung rechtfertigen.

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