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Legio Mortis: The Human Creation And The Devil's Contribution

Eine Platte, die viel verspricht und wenig hält
Wertung: 4/10
Genre: Death Metal, Dark Metal
Spielzeit: 62:25
Release: 15.04.2011
Label: MDD Records

Seit der Erstveröffentlichung „Servants Of Satan“ der Bayern Legio Mortis sind inzwischen sieben Jahre ins Land gezogen, die das Sextett mit zwei Full-Length-Alben aufgefüllt hat. Das ist Zeit genug, eine Handvoll Gitarristen, Bassisten und Drummer zu verbrauchen, und auch genügend Zeit, um sich in der Death- und Dark-Metal-Szene einen Namen zu machen. So verwundert es wenig, dass sich Leaves’ Eyes-Vorzeigeblondine Liv Kristine hat breitschlagen lassen, ihr zartes Stimmchen für das neue Werk „The Human Creation And The Devil’s Contribution“ herzuleihen.

Neben Miss Kristine haben die Taubertaler aber mit dem Paradise Lost-Cover „Pity The Sadness“ noch eine Überraschung im Ärmel – gegen das Original kommt diese Kopie zwar nicht an, aber wenn man sich so durch die ersten paar Hördurchläufe gekämpft hat, steht „Pity The Sadness“ mit an der Spitze der Anspieltipps. Das lässt bereits den Schluss zu, dass Legio Mortis auf ihrem mittlerweile vierten Scheibchen nichts wirklich Neues mehr präsentieren: Gute Gitarren- und Keyboardarbeit wird gestützt von einem motivierten Drummer, die Vocals allerdings lassen schwer zu wünschen übrig. Einzig wenn Sänger Marco und Bassist Kalti zusammen singen, kommt einigermaßen Stimmung auf, einzeln betrachtet stehen die Herren jedoch allein auf weiter Flur. Das liegt nicht zuletzt an dem doch inzwischen schon recht ausgelutschten, teils an Eisregen oder Satanic Syndrome erinnernden Gekrächze, das hier fabriziert wird. Das mag bei anderen Bands passen, hier jedoch stört es nur.

Gleich nach dem Intro mit einem Beinah-Acht-Minüter zu starten, halte die Rezensentin sogar bei Bands, die sie mag, für sehr gewagt, und wie erwartet zündet „Unholy Four“ weder beim ersten noch beim zehnten Durchlauf, lediglich die Keyboards können den Song ein wenig auflockern. „Buried Love“ bildet dann mit seinem einschmeichelnden, aber irgendwie coolen Keyboard-Intro einen ersten Ohrwurm, auch wenn die Drums, im Vergleich mit anderen Produktionen dieser Machart, sehr dünn ausfallen. Man kann sich vorstellen, wie der Rhythmus live zündet, aber auf CD gepresst bleibt das Aha-Erlebnis leider aus.

Ähnlich sieht es bei dem eigentlich recht dynamischen „From Throat To Cunt“ aus, aber davon wird man ohnehin völlig abgelenkt, sobald das folgende „Wir Brauchen Keine Hirten“ anläuft: Eine heisere Mischung aus gerotzten Lyrics, die einen leichten Punk-Anteil haben, und einer todesmetallisch angehauchten Basis lässt den Hörer nicht nur irritiert die Augenbrauen hochziehen, sondern auch den Skip-Knopf drücken. Dieses Verlangen kann man auch erst bei „I Am Your God“ wieder halbwegs besiegen – und wieder heißt es hier: Keyboards hui, Gesang nicht so sehr. Man hätte nie gedacht, dass die Schreiberin dieser Zeilen das einmal sagen würde, aber das ganze Album könnte nur aus Keyboards bestehen; fehlen würde da sicher nichts.

Erstaunlich symbiotisch gestaltet sich das Duett zwischen den Herren und Liv Kristine – mit ihrer klaren, aber irgendwie zarten Stimme singt sie kurioserweise zwar den männlichen Gegenpart an die Wand, aber der Track an sich, der ein wenig symphonisch daherkommt, sticht trotzdem positiv aus der Masse heraus. Bis zum bitteren Ende bleibt „Life Denied“ aber der letzte Lichtblick einer Platte, die viel verspricht und wenig hält. Keyboarderin Steffi beziehungsweise derjenige, der für die Synthie-Spuren zuständig ist, muss sich den Schuh nicht anziehen, hier einigermaßen uninspiriert ans Werk gegangen zu sein, ansonsten versumpft man aber ein wenig in Belanglosigkeit. Der Gesang mag Geschmackssache sein, aber er klingt schlicht und ergreifend zu dünn, zu gleichförmig, zu wenig präsent. Da muss mehr drin sein.

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