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Legenda Aurea: Legenda Aurea

Progressiver Ansatz, aber zu überladen
Wertung: 6.5/10
Genre: Symphonic Metal
Spielzeit: 63:12
Release: 06.03.2009
Label: Twilight Zone Records

Unter dem verheißungsvollen Banner Legenda Aurea hat sich vor wenigen Jahren eine ambitionierte Symphonic Metal-Band zusammengefunden, um die Szene in der Schweiz langfristig auch für den Einfluss bombastischer Klänge zu öffnen. Das erste Album „Sedna“ konnte diesem Anspruch stellenweise schon gerecht werden, die Band aber noch nicht über die Landesgrenzen hinaus weiter bringen. Zwei Jahre später folgt mit „Ellipsis“ nun der nächste Versuch, die eigenen Vorstellungen eines progressiven Epos’ erfolgreich zu verbreiten – und wieder ist lange nicht alles im Lot bei den fünf Musikern aus Zürich.

Das größte Problem der Eidgenossen besteht sicherlich darin, die vielen Elemente, die sich im Sound von Legenda Aurea verbergen, unter einen Hut beziehungsweise ein hauptsächliches Arrangement zu bringen. Zwischen getragenen Keyboard-Epen, klassischen Einsprengseln, eigenwilligen Riff-Kombinationen und dem hohen, gelegentlich opernhaften Gesang der Frontdame Simone Christinat findet man ziemlich selten mal zum Kern der Songs, so dass vieles fragmentarisch und nur halbfertig wirkt. Bereits im ersten Drittel der neuen Scheibe gibt sich die Truppe häufiger selbstverliebt und verproggt, als es die Songs vertragen können. Das Ganze ist ausladend arrangiert, gerade in Nummern wie ‚The Roof’ und ‚F44.8’, aber die Fähigkeit, dem Song etwas Charakteristisches zu verpassen, geschweige denn etwas Prägnantes mitzugeben, ist in der Hälfte der Stücke von „Ellipsis“ eine reine Illusion.

Die nächste Schwierigkeit des zweiten Bandwerks ist die penetrante Nähe zu Combos wie Nightwish und Edenbridge, die sich aufgrund der mangelnden Konkurrenztauglichkeit sehr nachteilig auswirkt. Die Züricher sind beileibe keine Künstler darin, bewegende Hymnen mit kurzen Hooklines zu schreiben, versprühen aber auch nicht die erforderliche Intensität, um alleine mit den sphärischen Mittel mitzureißen. In Stücken wie ‚Superbia’ oder ‚Resurrection’ unternimmt man zwar einige ganz erfolgreiche Versuche, diesem Defizit Paroli zu bieten, doch insgesamt betrachtet will der Funke in den meisten Kompositionen dennoch nicht überspringen.

Was man der Band letzten Endes aber sicher zugute halten muss, ist das Bestreben, einen eigenständigen Sound zu kreieren und hierfür auch einige unkonventionelle Wege einzuschlagen. Dies wäre noch umso löblicher, würde man sich manchmal öfter auf die Grundaussage eines Songs beschränken und ihn nicht mit Elementen überladen. Hieran wird die Truppe aus der Schweiz noch arbeiten müssen, um aus dem Schatten solcher Bands wie Epica, Nightwish und Within Temptation heraustreten zu können. Dort bleibt man mit „Ellipsis“ nämlich trotz des progressiven Ansatzes noch bis auf weiteres gefangen.

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