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Legacy: Live Death Resurrection

Ansprechend aufgemacht, aber es hapert an Kreativität
Wertung: 5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 32:12
Release: 01.12.2009
Label: Eigenproduktion

Legacy  aus dem Süden Oberösterreichs haben sich mit ihrem neuesten Output, dem Minialbum „Live Death Resurrection“, von ihrer ursprünglichen Richtung des Death Metals mehr und mehr wegbewegt und präsentieren heute einen groovigen Thrash Metal.

Diesen angesprochenen Groove vernimmt man am meisten bei dem zweiten Stück mit dem Titel „Seven“ – ähnlich aufgebaut wie der Opener „Golgatha“, wechseln sich auch bei diesem Song kehlig gerufene bis gegrowlte Vocals mit einem klar gesungenen Refrain ab. Das Ganze ist dann – wie alle sieben Tracks – im Midtempo angesiedelt und überzeugt nicht unbedingt durch technische Raffinesse oder cleveres Songwriting, sondern durch Konstanz. Es gibt keinen Aussetzer auf diesem Minialbum, kein Track, der einen totalen Fehlgriff darstellt.

Diese Art auf Nummer sicher zu gehen, hat dann leider den wenig willkommenen Nebeneffekt, dass das Album insgesamt nicht sonderlich spannend wirkt – Tempo, Songwriting, Art des Riffings und Gesangs, sogar die Beats ähneln sich von Song zu Song stark, manchmal sogar zu sehr. Am auffallendsten sind noch die Ballade „The Tear Divides Us“, die ruhigere Saitenklänge offenbart und nur im Refrain etwas mehr Power loslässt, sowie das Stück „Mechanical Spirit“, welches durch gelungene Gitarrenpassagen etwas Auflockerung in dem sonst wenig ereignisreichen Gesamteindruck von „Live Death Resurrection“ hinterlässt.

Zugute halten muss man der Band die Aufmachung des neuen Releases – so ist die schön gestaltete und original gepresste CD in ein professionell aussehendes Artwork eingepackt und auch die Soundproduktion kann sich hören lassen. Zwar liegt hier kein Hochglanzprodukt vor, doch sämtliche Instrumente – sogar der oft zu sehr untergehende E-Bass – und der Gesang kommen deutlich heraus und kratzige Störgeräusche sind dankenswerterweise nicht vorzufinden. Insgesamt könnte die Produktion zwar noch einen Tick mehr Druck vertragen, aber alles in allem ist der hier angebotene Sound durchaus hörbar, da gab es bei teuren Edel-Produktionen aus namhaften Studios schon nervigere Fehlgriffe, wie etwa eine blecherne Snare oder eine knackende Bassdrum.

Mit diesen Songs und einer leidenschaftlichen Live-Performance können die Südösterreicher ihren Ruf als Live-Band weiter in positive Bahnen steuern, für Fans aus Lokalpatriotismus ist diese CD sicherlich in Ordnung, aber für viel mehr, geschweige denn einen Plattenvertrag, reicht das alles dann doch noch nicht. Dafür muss noch mehr an Abwechslungsreichtum, Spannung und technischer Finesse gearbeitet werden.

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